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Kelag startet die Expansion nach Südosteuropa

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von Sissi Eigruber | 20.09.2009 | 18:26

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Kelag startet die Expansion nach Südosteuropa

Die Kärntner Elektrizitätsgesellschaft Kelag hat ihren angekündigten Schritt ins Ausland umgesetzt, berichtete Vorstand Harald Kogler beim CEE-Wirtschaftsforum in Velden.

WB/peroutka

Kelag-Vorstand Harald Kogler

Velden. Biomasseprojekte in Slowenien, ein Wasserkraftwerk im Kosovo, Windparks in Bulgarien – die Kelag hat die ersten Energieprojekte in Südosteuropa verwirklicht.
Im Kosovo ist die Kelag im April bei einem bestehenden Projekt eines Kosovaren in der Nähe von Peja (Pec) eingestiegen und hat ein Wasserkraftwerk modernisiert, das nun Strom für 6000 Haushalte liefert. Nach Angaben der Kelag ist das Kleinwasserkraftwerk mit einer Gesamtleistung von 22,3 Gigawattstunden pro Jahr das größte Wasserkraftwerk im Kosovo.
„Es ist für uns ein Pilotprojekt, weitere Wasserkraftwerke im Kosovo, Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina sind in der Planungs- und Projektierungsphase“, sagte der für die Auslands­aktivitäten zuständige Kelag-Vorstand gegenüber dem WirtschaftsBlatt am Rande des CEE-Wirtschaftsforums in Velden, das am Samstag zu Ende ging.

Windparks kommen

In Slowenien setzt die Kelag bisher auf Biomasse und ist gerade dabei, eine Fernwärmeversorgung für die Stadt Lenart zu errichten. Außerdem stellt die Kelag Wärme auf ­Basis von Biomasse für zwei Einkaufszentren in Nova Gorica und Kranj zur Verfügung.

In Bulgarien wurde ein Windpark in der Nähe von Varna errichtet, und Ende 2009/Anfang 2010 soll ein weiterer Windpark bei Rogozina mit einer Gesamtleistung von 34,7 Gigawattstunden pro Jahr ans Netz gehen. „Damit liefern wir Energie für 9000 Haushalte“, sagt Kogler.

Hürden der Bürokratie

„Südosteuropa bietet ein großes Potenzial für erneuer­bare Energie, das bisher nicht genutzt wurde: Wasserkraft, gute Windgebiete, Verfügbarkeit von Biomasse“, zählt Kogler auf. Zudem gebe es eine Reihe moderner Gesetze für den Bereich, die für Investitionen förderlich seien. Schwierig seien in Südosteuropa hingegen oft die bürokratischen Hürden – ein Grund dafür, warum die seit 2006 angekündigte ­Expansion erst jetzt umgesetzt werden konnte.

In der Praxis heißt das: langwierige Genehmigungsverfahren und vielstufige ­Tender für Konzessionen, die dann oft wegen eines Formalfehlers abgebrochen und wieder von vorne gestartet werden müssen.

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