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Holländische Eissportler stürmen den Weissensee

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von Elisabeth F. Werthmann/Kärnten | 30.01.2010 | 10:41

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Holländische Eissportler stürmen den Weissensee

Seit 22 Jahren wird der Weissensee jeden Jänner von Holländern belagert. Die „11-Städte-Tour“ der Eislauffans hat sich zu Kärntens führendem Winterevent entwickelt.

Weissensee. Der Weissensee ist noch bis Samstag das Revier holländischer Eisschnelllaufsportler. Rund 5000 Eissport-Freaks wagen sich dabei aufs Natur-Eis. Die Eisschnelllauf-Marathons der alternativen holländischen 11-Städte-Tour führen über bis zu 200 Kilometer Streckenlänge. Ein Gewinner steht schon jetzt fest.

Die Region rund um den Weissensee schöpft aus dem weltweit größten holländischen Event außerhalb Hollands jährlich rund 3,5 Millionen € Umwegrentabilität. Dazu tragen auch 35.000 Nächtigungen bei - mitten im allgemeinen touristischen Jänner-Loch. Außerdem reisen viele Teilnehmer zwei Mal an. Zuerst zu Weihnachten für das Training. Und dann wieder für das Eissport-Event im Jänner. Selbst im Sommer liegt der Anteil der Gäste aus Holland am Weissensee bei vier Prozent. „Die Marke Weissensee hat in Holland einen Bekanntheitsgrad von 97 Prozent", sagt der Weissenseeer Tourismusdirektor Arno Kronhofer. Er schätzt den internationalen Werbewert der Veranstaltung auf fünf Millionen €.

Die holländischen Eissport-Freaks kommen seit 22 Jahren an den Weissensee. Und die Region weiss, was sie an ihnen hat. „Die Holländer tragen deutlich zum Saison-Umsatz bei", sagt Christof Zöhrer, Wirt der Tschatscheleria am Weissensee. Gegenüber dem Vorjahr sei der Umsatz aber krisenbedingt leicht zurückgegangen. Bier trinken die Holländer aber trotzdem. Bis zu 100 Fässer Bier verkaufen die Vereinigten Kärntner Brauereien während des Eissportspektakels am Weissensee.

Toine Doreleijers, Präsident des holländischen Veranstalters Stichting Wintersporten, lobt nicht nur die gute Zusammenarbeit mit der Region Weissensee. Er erklärt auch den Stellenwert, den das Event in Holland hat. „Die Profis sind in Holland Sportstars wie Hermann Maier in Österreich", sagt er. Das Budget der Veranstaltung beläuft sich auf 350.000 Euro. Einer der Hauptsponsoren ist zum Beispiel die Versicherung Univé. Die Nachhaltigkeit des Events zeigt sich auch darin, dass Stichting Wintersporten mittlerweile schon Besitzer des Hotels Gasthof Herzog am Weissensee ist. Zuzug aus Holland hat die Region auch schon bekommen. Doreleijers lebt als Managementtrainer mit seiner Familie am Weissensee.

Die Gerüchte, dass das Event nach Finnland abwandern könnte, weist Kronhofer zurück. Die Veranstaltung ist vertraglich auf 100 Jahre gesichert, mit einer fünfjährigen Kündigungsfrist. „Das Event am Weissensee ist weltweiter Marktführer", sagt er. Außerdem will er keine Monopolstellung am Markt haben. Mehr Förderungen seitens des Landes Kärnten erwartet er sich aber schon. Im langjährigen Schnitt wird die Veranstaltung mit 15.000 € jährlich gefördert. Das entspricht in etwa den Kosten für die Rettungstaucher und für das Ambulanz-Team vor Ort.

Sport-Party-Marathon

Christian Kresse, neuer Chef der Kärnten Werbung, hat sich das Eis-Event schon persönlich vor Ort angeschaut. „Die Veranstaltung ist sicher der führende Winterevent in Kärnten", sagt er. Den besonderen Reiz des Eisspektakels am Weissensee beschreibt Harm van de Pas, Teamleiter der freiwilligen holländischen Notärzte- und Krankenschwestern: „Am Tag ist Sport-Marathon, am Abend Party-Marathon". Nachsatz: „Ich bin schon zum zweiten Mal hier als Freiwilliger im Einsatz."

 

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1 Kommentar

Gratulation zum tollen Event

Ich kann dem Weissensee zu diesem Event nur gratulieren! Ich bin seit Jahren hier Urlaubsgast und verstehe die Kritik von Herrn Schiller überhaupt nicht. Der Eismeister leistet übermenschliches, selbst im letzten Winter in dem es fast 3 Meter Schnee gab, war Eislaufen immer möglich und auch die Loipen sind gepflegt wie in Kärnten kaum sonstwo. Ich jedenfalls freue mich wieder auf meinen nächsten Aufenthalt, würde mit Obertauern nie tauschen.

Von Gast: Sepp am 04.02.2010 um 10:15

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