Griffen. Nachdem der Holzwurm 2009 ein wenig an den Geschäften der Kärntner GriffnerHaus AG geknabbert hat, steht jetzt die Ampel jetzt wieder auf Grün. Wurden im Vorjahr nach Angaben von Vorstandsvorsitzendem Thomas Lenzinger rund 36 Millionen € - um etwa 20 Prozent weniger als 2008 - umgesetzt,erwartet Lenzinger für heuer das beste Ergebnis in der 30jährigen Firmengeschichte. „Ich rechne mit mehr als 50 Millionen Umsatz", sagt er.
Angesichts der seit Sommer des Vorjahres sehr guten Nachfrage, wurde der Produktionsbeginn heuer um vier Wochen vorverlegt. „Bei voller Auslastung", ist der GriffnerHaus-Chef zufrieden. Besonders nachgefragt werden die Öko-Häuser derzeit in Deutschland, wo es 2009 immerhin den größten Nachfrageeinbruch gegeben hat. Auch in Italien und Österreich hat die Nachfrage wieder spürbar angezogen - wenngleich sich die Alpenrepublik allen Wirren zum Trotz als stabil erwiesen hat. „Österreich ist mit 50 Prozent nach wie vor unser Hauptmarkt", so Lenzinger, der aber auch schon wieder neue Märkte im Auge hat.
In wenigen Wochen wird das erste GriffnerHaus in die Niederlande geliefert, auch ins Elsass und nach Luxemburg wird hoffnungsvoll gespäht. „Dort gibt es keine Tradition im Holzbau", weiß Lenzinger. Aus Irland hat sich das Unternehmen, das derzeit rund 160 Mitarbeiter fix beschäftigt, vorläufig zurück gezogen - die Auswirkungen der Wirtschaftskrise hätten dort zu massiven Rückgängen im Neubaubereich geführt. „Aber wir sind dort und in England on hold - mittelfristig können beide sehr spannende Märkte werden", ist Lenzinger überzeugt.
Zweites Standbein
Doch Lenzinger baut nicht mehr auf den Einfamilienhausbereich allein; auch im gewerblichen Bereich ist bereits ein solides Fundament vorhanden: Schulen, Kindergärten, aber auch Büros und Dachaufstockungen kommen zunehmend aus Griffen. „Und bald auch unsere erste mehrgeschoßige Wohnhausanlage, die in Kärnten errichtet wird", erzählt er. Bereits 2010 soll der Bereich Commercial ein Viertel des Umsatzes ausmachen, in drei bis fünf Jahren soll er den Einfamilienhausbereich sogar überflügeln.
Parallel zur ständigen Optimierung der Herstellungskosten setzt Griffner auch auf neue Produkte und Kooperationen: so arbeitet Griffner seit kurzem mit dem international tätigen Architekturbüro Graft zusammen. Eine weitere derartige Kooperation mit einem renommierten Wiener Architekturbüro soll demnächst folgen.