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IST Austria muss 88 Millionen Euro auftreiben

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von Bernhard Fischer | 12.11.2009 | 11:48

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IST Austria muss 88 Millionen Euro auftreiben

Damit der Bund weiter zahlt, müssen noch 88 Millionen € aus der Industrie aufgestellt werden. Die Rezession hat diese Geldquelle heuer jedoch fast versiegen lassen.

apa

Das IST Austria soll bald zur weltweit richtungsweisenden Forschungszene gehören

Das neue Spitzenforschungsinstitut IST Austria in Klosterneuburg braucht dringend Geld. „Für den gesamten wissenschaftlichen Betrieb werden bis 2016 mindestens 400 Millionen € benötigt", ist Sprecher Oliver Lehmann nach wie vor überzeugt.
Bis zu diesem Betriebsbudget ist es aber noch ein steiniger Weg: Damit der Bund bei einem Finanzierungshorizont bis 2016 auch die letzte Tranche von maximal 95 Millionen € der insgesamt 400 Millionen € lockermacht, muss das IST von sich aus 95 Millionen € aus der Privatwirtschaft auftreiben.

Bis jetzt ist Sponsorgeld in der Höhe von sieben Millionen € für den Bau der Hörsäle und Seminarräume geflossen. Auf die erforderlichen 95 Millionen € fehlen also noch 88 Millionen €. Dazu merkt Lehmann an : „2009 war kein optimales Jahr, um für Mittel aus der Industrie zu werben."

Die Spenden von bisher insgesamt sieben Millionen € kommen vom Papierkonzern Mondi, der Oberbank, Raiffeisen und dem Werkzeugbauer Berndorf. Raiffeisen plant laut eigenen Angaben aus heutiger Sicht keine weiteren Spenden. Und der Oberbank Ballsaal wird derzeit für Events etwa von der Industriellenvereinigung gemietet, „das bringt ein kleines Zubrot".

Kosten steigen rasant

Die größte Kostenbelastung steht dem IST noch bevor: ­Einer S-Kurve folgend steigen die Anfangskosten nur langsam. Doch je mehr Wissenschafter das IST beschäftigt, desto ­rasanter steigen auch die Personalkosten, erklärt Lehmann. Derzeit sind sieben Professoren am IST beschäftigt, das Ziel sind 50 „brillante Köpfe".
Rund 10.500 Quadratmeter nutzbare Fläche wurden bis jetzt für die Forscher fertiggestellt, weitere 4000 Quadratmeter werden derzeit gebaut. Zu den Baukosten merkt Lehmann an: „Bauliche Schwierigkeiten ­haben zu einem Vorgriff auf andere Budgets geführt."

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