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Elk spart und zieht sich aus Radsport-Sponsoring zurück

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12.11.2009 | 16:53

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Elk spart und zieht sich aus Radsport-Sponsoring zurück

Für den österreichischen Profi-Radsport ist es ein Tiefschlag: Das über viele Jahre erfolgreiche Team Elk Haus wird sich nach dem Verlust des Hauptsponsors mit sofortiger Wirkung auflösen.

APA/Roland Schlager

Teammanager Bernhard Rassinger gab am Donnerstag den Rückzug von Elk aus dem Sponsoring bekannt: "Es wird kein Elk-Team mehr im nächsten Jahr geben." Nach einem Jahr Pause will er für 2011 eine neue Mannschaft aufbauen.

Der niederösterreichische Fertigteilhaus-Fabrikant hat sich im Zuge der Wirtschaftskrise aus dem Radsport zurückgezogen. "Leider ist es uns nicht möglich, dieses Sponsoring weiterzuführen. Ich bedauere diese notwendige Einsparungsmaßnahme persönlich sehr", meinte der Elk-Vorstandsvorsitzende Erich Weichselbaumer am Donnerstagnachmittag in einer offiziellen Reaktion des Unternehmens. "Wir müssen uns aber in Zeiten wie diesen auf unser Kerngeschäft konzentrieren und nicht betriebsnotwendige Ausgaben streichen. Hier geht es letztendlich auch um die Sicherung unseres Standortes im Waldviertel und um viele Arbeitsplätze", so Weichselbaum weiter. Gemäß Elk wurde das Team in den vergangenen Jahren mit einer sechsstelligen Summe pro Jahr unterstützt.

Rassinger war in den vergangenen Wochen vergeblich auf Suche nach einem neuen Sponsor für das Rad-Team. Die Budgets für das kommende Jahr waren im Spätherbst bereits vergeben. "Es war zu kurzfristig, einen Ersatz zu finden. Die Budgets werden im Sommer bzw. Anfang Herbst erstellt. Das war für uns zu spät", erklärte der Ex-Profi.

Nachdem das mögliche Aus bereits im Raum gestanden war, verließen der Steirer Markus Eibegger und der Vorarlberger Matthias Brändle die niederösterreichische Equipe bereits Ende Oktober. Auch die anderen Fahrer seien laut Rassinger bei anderen Arbeitgebern untergekommen. Im kommenden Jahr steht für den Manager zunächst einmal die Suche nach Geldgebern auf dem Programm. Ist dies einmal geschafft, stünde dem Aufbau eines neuen niederösterreichischen Radteams nichts im Weg.

Das 1996 etablierte Elk-Team hatte sich in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Team Vorarlberg als Österreichs Aushängeschilder unter den Radteams etabliert. 2006 erhielt der Rennstall die Pro Continental Lizenz, danach ging es mit Etappensiegen bei internationalen Rennen sowie dem Gesamterfolg bei der Österreich-Rundfahrt 2008 durch den nunmehrigen Milram-Profi Thomas Rohregger bergauf.

Als einziges österreichisches Radteam würde das Team Vorarlberg die Starterlaubnis für die 2. Division unter der ProTour erhalten. Die vermehrt auf ÖRV-Fahrer setzenden Vorarlberger stehen aber noch in der Warteschleie und erhielten vom Weltverband zuletzt eine Fristverlängerung für die weitere Lizenzierung.

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