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Novomatic sorgt in Chile für Investment-Rekord

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21.12.2009 | 11:08

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Novomatic sorgt in Chile für Investment-Rekord

WB/Mayr

Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt

Novomatic hat das bisher größte Investment eines österreichischen Unternehmens in Chile getätigt. Der Glücksspielkonzern aus Gumpoldskirchen/NÖ ist zu 40 Prozent an einem Casino Resort beteiligt, das dieser Tage seinen Vollbetrieb aufgenommen hat. In das Großprojekt 55 Kilometer südlich von Santiago de Chile sind laut Generaldirektor Franz Wohlfahrt 275 Mio. Dollar (192 Mio. Euro) geflossen. Der Novomatic-Anteil betrug somit etwa 77 Mio. Euro.

Die Monticello Grand Casino & Entertainment World in San Francisco de Mostazal ist in Partnerschaft mit dem südafrikanischen Casino- und Luxusresort-Betreiber Sun International entstanden, der Wohlfahrt zufolge ebenfalls mit 40 Prozent beteiligt ist. Die restlichen 20 Prozent werden von international tätigen Branchenunternehmen gehalten. Das Projekt sei ein "Flaggschiff" im für Novomatic hochinteressanten südamerikanischen Markt.

Das in der Berglandschaft südlich der chilenischen Hauptstadt entstandene Resort umfasst ein Casino mit mehr als 1.500 Glücksspielautomaten (40 Prozent oder etwa 600 davon aus dem Hause Novomatic), 80 Live-Tischen und 300 Bingo-Plätzen, weiters ein Fünf-Sterne-Hotel, ein Konferenz- sowie ein Entertainment-Center. Der im ersten Projektschritt im Herbst 2008 eröffnete Glücksspieltempel hat laut Manager Charles Hiten schon Mitte November 2009 eine Million Besucher gezählt. Im Monticello würden außerdem etwa 35 Prozent des Umsatzes aller nach dem neuen chilenischen Glücksspielgesetz lizenzierten 18 Casinos erzielt.

Das Chile-Engagement der Novomatic ist Teil einer intensiven Präsenz in Südamerika. In Peru verfügt das Unternehmen als Marktführer über 13 Spielbetriebe und beschäftigt 600 Mitarbeiter. In Argentinien und Paraguay gibt es seit wenigen Monaten Vertriebs- und Service-Tochtergesellschaften. Im Fokus bleibe außerdem Brasilien, wo mittelfristig ein neues Glücksspielgesetz kommen soll, so Wohlfahrt. Lateinamerika sei "ein Zukunftsmarkt, den wir noch stärker bearbeiten wollen".

Der Generaldirektor hielt in Chile auch fest, dass 2009 für den Novomatic-Konzern "unter den Rahmenbedingungen", die geherrscht hätten, "ein sehr gutes Geschäftsjahr" zu werden verspreche. Im Absatzbereich gebe es leichte Umsatzrückgänge, ebenso operativ in einigen Märkten, womit - "von einem hohen Niveau ausgehend" - insgesamt ein Minus von etwa zehn Prozent erwartet werde, so Wohlfahrt. Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich, im kommenden Jahr mit einer Expansionsstrategie "an 2008 anschließen" zu können, als der Konzern einen Rekordumsatz von 2,5 Mrd. Euro erzielt hatte.

(APA)

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