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Marzek Etiketten steckt voll in Integration von Ukraine-Tochter

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von Patrizia Reidl | 18.01.2010 | 00:30

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Marzek Etiketten steckt voll in Integration von Ukraine-Tochter

Marzek ist Österreichs größter Etikettendrucker. Das im Vorjahr erworbene ukrainische Tochterunternehmen soll in drei Jahren verdaut und integriert sein.

WB/Foltin

Johannes Wareka hat in der Ukraine alle Hände voll zu tun

Möllersdorf/Dnjepropetrowsk. Johannes Wareka ist fleißig am Integrieren des im März 2009 erworbenen ukrainischen Etikettenproduzenten Pechatny Dvor. Insgesamt drei Jahre veranschlagt der Chef von Marzek Etiketten, nach eigenen Angaben größter Etiketten-Produzent Österreichs, für die Integration der neu erworbenen Firma in der Ukraine. "Ein Jahr ist bereits vergangen und es geht gut voran." Den für 2009 geplanten Umsatz von neun Millionen € konnte Wareka in der Ukraine zwar nicht erreichen, "wegen der starken Abwertung der lokalen Währung, Grywna". Aber das verdrießt Wareka nicht. Für 2010 plant er über den Umsatz von neun Millionen € noch hinauszuwachsen.

Schaffen will Wareka das durch Produktivitätssteigerungen. "Mit Rationalisierung können wir längerfristig bei gleichbleibendem Mitarbeiterstand von 180 den Umsatz sogar verdoppeln", ist sich Wareka sicher.

Tiefe Krise spürbar

Die Qualität der Produkte wurde angehoben, der Verkauf strukturiert. Die Früchte der Arbeit erntet Wareka teilweise schon. "Mengenmäßig haben wir in der Ukraine bereits 2009 mehr produziert." Und das, ohne die Arbeitszeit zu erhöhen. Und auch bei den internationalen Kunden habe sich die Akquisition positiv herumgesprochen. "Sie können nun günstig an unseren verschiedenen Standorten einkaufen." Elf Millionen € sollen 2009 bis 2011 in die drei Standorte (darunter auch Ungarn) investiert werden.

Freilich geht auch die tiefe Krise in der Ukraine nicht spurlos an Marzek Etiketten vorbei. "Ukrainische Behörden lassen sich Zeit." Fühlbar werde das bei der verzögerten Auszahlung der Vorsteuer rückvergütung. "Wir importieren im Februar und März je eine große Maschine ins Werk in der Ukraine. Da ist Einzelumsatzsteuer zu zahlen, die wir vorerst nicht zurückbekommen." Auf lange Sicht gebe es aber gute Perpektiven in der Ukraine. Eine davon sei der Zugang zum russischen Markt.

Generell sei die Branche unter Druck. "Wir konnten 2009 mengenmäßig mehr produzieren, das Umsatzziel von 50 Millionen € aber nicht erreichen", sagt Wareka, der kürzlich zu einem der Top 3 Labelproduzenten Europas gekürt wurde. 2010 rechnet er mit gleichbleibend schlechter Konjunktur. "Wir sind nicht krisenanfällig. Auch wenn sich die Erträge nicht verbessern, kommen wir dank der drei Standorte und unserer Flexibilität nicht in die roten Zahlen."

Die ganze Serie finden Sie auf wirtschaftsblatt. at/kmuimosten

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