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Dialog-backdrop Novomatic behält sich bei Börseplänen das Blatt in der HandDer Glücksspielkonzern Novomatic stellt seine Finanzierungspläne auf eine breitere Basis. Ein Börsegang wird so schnell nicht kommen, Alternativen werden geprüft. Der Oktober war bei Novomatic auserkoren für den Start an der Wiener Börse. Doch daraus wird nichts. Die Vorbereitungen für den Börsegang wurden gestoppt. Eigentümer Johann Graf wolle seinen Einfluss auf das Unternehmen nicht verlieren, sagte Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt gegenüber der Finanzagentur Bloomberg. Auch sei ein Börsegang derzeit wenig attraktiv, so Wohlfahrt mit Blick auf den Absturz des Leitindexes der Wiener Börse: Der ATX hat heuer mehr als 25 Prozent verloren. Novomatic wäre ein Fixanwärter für einen ATX-Platz gewesen. Ja, aber Novomatic hat am Donnerstag aber gleichzeitig betont, "weiterhin alle Optionen zur Optimierung der Finanzstruktur" zu prüfen und daher auch einen Börsegang nicht auszuschließen. Die Umsetzung von Kapitalmarktmaßnahmen hänge aber stark vom Marktumfeld ab. "Dieses wird vom Management derzeit als anspruchsvoll eingeschätzt." Offen für Alternativen Wohlfahrt, der das Unternehmen auch ohne Geld von der Börse auf Wachstumskurs halten will, muss sich nun nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten umschauen. "Anleihe ist eine Option", sagte er gegenüber Bloomberg. Mit dem Kapitalmarkt haben die Niederösterreicher bereits Erfahrung, im Vorjahr wurden Anleihen in Höhe von 350 Millionen Euro begeben. "Wir haben unsere Position auf den Kernmärkten Deutschland, Italien und Österreich mit den heuer getätigten Akquisitionen weiter gefestigt, sodass ich positiv in die Zukunft sehe", hatte Wohlfahrt vor wenigen Wochen bei Bekanntgabe der Halbjahreszahlen betont. Das Unternehmen will an der Teilausschreibung von insgesamt 15 Casinolizenzen für Österreich sowie an Ausschreibungen für Automatenlizenzen in den österreichischen Bundesländern teilnehmen. Für das Gesamtjahr 2011 wird eine deutliche Steigerung des Umsatzes erwartet. Der Konzernumsatz stieg im Halbjahr um 17 Prozent auf 654,7 Millionen €. Das Wachstum resultierte vor allem aus erhöhten Einnahmen eigener Glücksspielbetriebe sowie durch eine Steigerung in den Segmenten Sonstiges (Online Gaming) und Vermietung. Das EBITDA legte um 4,7 Prozent auf 225,7 Millionen € zu, das EBIT lag mit 108,6 Millionen € auf Vorjahresniveau, die EBIT-Marge bei 16,6 Prozent. Der Periodenüberschuss fiel um 7,8 Prozent auf 52,8 Millionen €. Die Gruppe, die Glückspielautomaten herstellt und ins Casinogschäft drängt, beschäftigt knapp 11.500 Mitarbeiter, davon mehr als 2500 in Österreich. Unternehmensgründer Graf gilt als der reichsten Österreicher. Das Wirtschaftsmagazin "trend" reite ihn heuer hinter der Familie Piech&Porsche, der Familie Flick und Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz auf Platz vier. Grafs Vermögen wird auf vier Milliarden € geschätzt. mehr Niederösterreich…
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