von APA/semp | 22.08.2011 | 12:24
Sozialplan für Hainburger Austria Tabak Mitarbeiter
Stiftung zur Weiterqualifizierung, Übergangsregelungen für ältere Mitarbeiter und bis 30. November Beschäftigungsgarantie
Made in Austria ist für Zigaretten bald Geschichte.
Nach der Entscheidung zur Schießung der letzten verbliebenen österreichischen Zigarettenproduktion wurde nun eine Sozialplan für die 240 Mitarbeiter des Werks in Hainburg ausverhandelt.
Die Eckpunkte des Übereinkommens sind eine Beschäftigungsgarantie bis 30. November, eine Stiftung zur Weiterqualifizierung sowie Übergangsregelungen für ältere Mitarbeiter, wie der NÖAAB am Montag bekannt gab. Die Arbeitnehmervertretung begrüß das Ergebnis.
Seit Bekanntwerden der Schließung wurde ein breites Netzwerk von Unternehmen und Betriebsräten aus der Region aufgebaut, mit Hilfe dessen die Mitarbeiter "rasch wieder eine neue Beschäftigung finden sollen", wie NÖAAB-Obmann und Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka erklärt.
Sobotka erinnerte daran, dass die Schließung "aus reiner Gewinnmaximierung vollzogen" worden sei. Der NÖAAB sehe daher auch die Konzernleitung in der Pflicht. Nicht zuletzt müsse der Weg für eine Nachnutzung des Geländes rasch freigemacht werden.
Das Aus für die letzte Zigarettenproduktion in Österreich wurde im Mai erklärt. Neben den 240 in Hainburg Beschäftigten werden dadurch auch 80 Mitarbeiter in der Zentrale in Wien ihre Jobs verlieren. Austria Tabak gehört zum japanischen Tabakkonzern Japan Tobacco. 2007 war Gallaher - und damit auch die Austria Tabak - von Japan Tobacco übernommen und in die Tochter JTI integriert worden.
Kommentare… Kommentar hinzufügen…