von Karl Leitner/Oberösterreich | 25.11.2009 | 16:14
Backaldrin verkauft mehr und verdient weniger
Backmischungen-Hersteller Backaldrin leidet unter dem Währungsverfall in Osteuropa - bleibt aber optimistisch.
Backaldrin-Eigentümer Peter Augendopler: „Brotverzehr sinkt auch in der Krise nicht“
Asten. „Da müssen wir durch", sagt Peter Augendopler, Gründer und Eigentümer des Bachmischungsherstellers Backaldrin. Gemeint ist, dass die Firma zwar eine starkes Mengenwachstum hat (aktuell plus acht Prozent zum Vorjahr), wegen starker Wechselkursschwankungen in Osteuropa aber weniger verdient als im Vorjahr.
Vor allem in Russland, der Ukraine und in Polen bekommt backaldrin das zu spüren. Augendopler: „Die Währungen sind zum Teil deutlich über 50 Prozent gefallen, was etwa in Russland dazu führt, dass trotz gestiegener Menge nicht mehr viel übrig bleibt." Es gebe jedoch kein Land, wo Backaldrin heuer Verluste schreibt, sagt Wolfgang Mayer, Internationaler Kommunikationschef der in 70 Ländern tätigen Firma. Neben dem arabischen entwickeln sich der österreichische und der deutsche Markt sehr positiv.
Augendopler führt das unter anderem auf neue Produkte wie das „Bibel-Brot" zurück. Er erwartet für das per 31. März endende Geschäftsjahr 2009/10 eine Steigerung des 2008/09 erzielten Umsatzes von 128 Millionen €. „Es gibt keinen Grund zu klagen," sagt Augendopler. Denn: „Auch in der Krise sinkt der Brotverzehr nicht."
Insgesamt erwirtschaftet Backaldrin rund 75 Prozent des Umsatzes im Ausland. Der „Renner" ist der Kornspitz, der in 60 Ländern mit der in Oberösterreich produzierten Backmischung erzeugt wird. Nächster Schritt ist Ende Jänner die Eröffnung des auf die doppelte Fläche vergrößerten Werkes in Amman/Jordanien. Das Investitionsvolumen liegt bei zwei Millionen €.
Backaldrin beschäftigt 580 Mitarbeiter. Das Familienunternehmen zählt mit seinen 400 Produkten (inklusive Länderspezifika sind es 600) weltweit zu den Top Five unter den Backmischungenherstellern.
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