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Vatron rechnet 2010 wieder mit Zuwachs

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von Karl Leitner/Oberösterreich | 28.12.2009 | 16:02

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Vatron rechnet 2010 wieder mit Zuwachs

Die Krise wirkt sich bei Messtechnikspezialist Vatron heuer mit einem Umsatzminus von 30 Prozent aus. Schon 2010 soll es wieder bergauf gehen. Ziel ist ein zweistelliges Plus.

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Vatron-Chefs Hofmann und Haunschmid (re.) wollen ihre Produkte verstärkt ausserhalb der Stahlindustrie anbieten

Linz. Der Messtechnikspezialist Vatron wird heuer stark an Umsatz verlieren. Firmenchef Herwig Haunschmid erwartet im Wirtschaftsjahr 2009/10 (per 31. März) ein Umsatzminus von 30 Prozent auf 21 Millionen €. Das Ebit soll um zehn Prozent sinken - „wird aber noch deutlich positiv sein", sagt der Vatron-Chef.

Opfer der Stahlkrise

Als Grund für das Minus nennt er die Krise in der Stahlindustrie, wohin die Linzer rund 90 Prozent ihrer Produkte liefern. Haunschmid: „Die Investitionen im Anlagenbau sind stark zurückgegangen, was sich natürlich bei uns auswirken muss." Auch die Mitarbeiterzahl wird deshalb sinken, von 214 auf knapp unter 200.

Vatron stellt Messsysteme her, die in Walzwerken zur Messung der Ölschichtdicke von mit Öl beträuftem Blech eingesetzt werden. Eine andere Anwendung ist ein Infrarot-Messsystem, das die Trennung von Stahl und Schlacke ermöglicht. Die Firma hat 50 Messsysteme für Stahlwerke im Sortiment. Mit diesen wird ein Drittel des Umsatzes erwirtschaftet. 40 Prozent des Umsatzes entfallen auf Regelungssysteme und 20 Prozent auf physikalische Simulation - beides ebenfalls überwiegend zur Anwendung in Stahlwerken.

Andere Branchen

Ein Mittel, um gegen den Rückgang anzukämpfen, sieht Haunschmid in der Ausweitung des Exports. Bisher erwirtschaftete Vatron 40 Prozent im Ausland, künftig solle es mehr werden. Haunschmid: „Vor allem China ist ein Hoffnungsmarkt." Es gibt dort hundert Stahlwerke, die fusioniert und modernisiert werden sollen - und somit gute Absatzmöglichkeiten bieten, sagt der Vatron-Chef. Eine andere Möglichkeit sieht er darin, die Produkte künftig auch ausserhalb der Stahlindsutrie anzubieten. „Ich denke etwa an die Zement-, Aluminium- aber auch an die Windkraftindustrie." Erste erfolgreiche Projekte in der Windkraftindustrie sind bereits abgewickelt worden, sagt Haunschmid, der die Vatron-Geschäfte zusammen mit Wilhelm Hofmann führt.

Sie erwarten bereits für das nächste Geschäftsjahr wieder starke Zuwächse. Der Umsatz soll auf 24 Millionen € steigen, was ein Plus von über zehn Prozent ist. Haunschmid: „Wir haben in den vergangen Monaten ein verstärktes Interesse auf der Kundenseite verspürt und sind zuversichtlich, dass das anhält."

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