Salzburg. Wolfgang Pichler sucht Franchisepartner für Harper&Fields. Das seit 135 Jahren bestehende Maßmode-Unternehmen möchte in Österreich bis Jahresende auf 15 Filialen kommen. Sieben Partner hat Franchisemaster Pichler seit dem Start im Oktober gefunden.
„Neben 9950 € Einstiegsgebühr braucht man nur Kontaktfreude und Spaß an gediegener Mode mitzubringen", meint der Harper& Fields-Repräsentatant aus Salzburg. Seine Atelierpartnerin Veronika Gstrein sagt, sie hätte die Investition nach einem Monat bereits zurückverdient. Gstrein ist Franchisenehmerin für die Stadt Salzburg.
In Wien hat Pichler drei Partner gefunden, in Wels, Bürmoos (Land Salzburg) und Innsbruck je einen. „Manche bieten unser Anzugservice nebenberuflich an", sagt Pichler.
Als Messlatte pro Franchisenehmer gelten 250.000 € Jahresumsatz. In Deutschland, wo Harper&Fields vom Essener Markeninhaber Jörg Messerschmidt seit sechs Jahren pepusht wird, sei dies kein Problem mehr, meint Pichler. Er peilt in Österreich heuer 2,7 Millionen € Umsatz an. „Maßmode ist wieder im Kommen", beobachtet Pichler. Zum einen hätten viele Männer den Einkaufs- und Probierstress satt, zum anderen würden die Leute gerade jetzt, wo wieder schärfer gerechnet wird, auf Qualität achten, die nicht jeder trägt. Harper&Fields kleidet von Kopf bis Fuss maßgenau ein. Die Textilien werden in Deutschland und Tschechien geschneidert, die Schuhe kommen von Handmacher.
Auch für Damen
Dass die Anzüge nicht mehr kosten als 500 bis 900 €, hat sofort einen kammernahen Verein für unlauteren Wettbewerb auf den Plan gerufen. Er hatte die individuelle Fertigung angezweifelt. „Wir konnten die Maßschneider-Konkurrenz in Wien rasch beruhigen. Sie hat uns nicht geklagt", sagt Pichler. Als nächstes weitet Harper&Fields das Angebot auf Damen aus. Diese Woche werden die ersten Stoff- und Schnittmuster dazu geliefert.