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Dialog-backdrop Gerhard Gössl plant eigene TrachtenalmenTrachtenerzeuger Gössl will ab nächstem Sommer in Almhütten Dirndln und Lederhosen verkaufen. Die Suche nach passenden Orten läuft. Branchenkenner schütteln den Kopf. FactsTraditionshüterGerhard Gössl ist neben Alfons Schneider und Gexi Tostmann das Aushängeschild der österreichischen Trachtenszene. Der 57-jährige Firmenerbe sieht sich als Kulturträger. Er versucht, alte Trachten – vornehmlich aus dem Salzkammergut und Tirolischen – nachzuschneidern und zu erhalten. „Leben mit Tradition“ ist sein Credo. Der „Naturbursch“ (Gössl über sich) ist auch Autokrat. Geschäftspartner und Mitarbeiter wechseln laufend.
Salzburg. 25 Jahre lang hat Gerhard Gössl für seine mittlerweile 29 Shops nach Stadt- und Ortszentren gesucht. Beim 30. drängt's den Trachtenschneider auf Almen. Bereits für nächsten Sommer sucht er hochgelegene Publikumsmagneten à la Teichalm (Steiermark), Loferer Alm (Salzburg) oder Seiseralm (Südtirol) für Gössl-Almshops. "Das Bergwandern ist wieder ein Renner. Das will ich nützen und die Tracht zurück zum Ursprung bringen", meint der Sponsor der Tourismuskampagne "Salzburger Almsommer". In der Natur wandern, jausnen und als stilechtes Souvenir ein Gössl-Dirndl kaufen, ist seine Idee. Den Anfang soll die Postalm oberhalb des Wolfgangsees machen. Die Gössl-Ankündigung hält einer Gegenrecherche allerdings nicht stand. "Solange wir keine Kanalisation haben, ist jedes Bauvorhaben dort oben hinfällig. Da wird nix genehmigt", erklärt Peter Raudaschl als Chef der Postalm-Aufschließungsgesellschaft. Der örtliche Malermeister Anton Flachberger, der sich vom Postalm-Besitzer Bundesforste schon einmal ein exklusives Baurecht gesichert hat für den Fall, dass irgendwann doch ein Kanal kommt, winkt bei Gössl ebenfalls ab: "Der ist mir finanziell zu unsicher." Gössl hat ihm 50.000 € für das Baurecht geboten, um keinen Konkurrenzbetrieb zu haben. Flachberger spielt auf die Tatsache an, dass Gössls Firmenzentrale, das schlossartige "Gwandhaus" in Salzburg, bis unters Dach mit Pfandrechten zugunsten von Wüstenrot und Volksbank zugepflastert ist. Die als Trachtenalmen-Errichterin vorgesehene Erzherzog Johann Verwaltungs GesmbH ist gleichfalls hochverschuldet. Gössl freilich ficht das nicht an. Mit 200.000 € Startkosten pro Trachtenalm komme er aus. "Die Hütten kriege ich zum Teil geschenkt und die Erzherzog Johann werde ich entsprechend mit Geld ausstatten. Das sollte kein Problem sein", sagt Gössl. "Zum Verhungern" Die Idee ist nicht neu. Ein Vorbild nennt Gössl selber, Nindl-Trachten in Krimml-Königsleiten (Pinzgau). "Der Laden ist zum Verhungern. Wir leben vom Stammgeschäft im Tal", meint Elisabeth Nindl. Margreth Kofler vom Alpengasthof Eng am Tiroler Ahornboden stößt ins selbe Horn: "Das Wanderpublikum greift nicht tief in die Taschen. Die kaufen eher Kindertracht, nicht teure Gössl-Sachen." Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Salzburg…
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2 Kommentare
Mei is des scheee!
Do kraxln dann die Bergwander nach Stunden des Berghatschens voll verschwitzt in die Lederne oder ins Dirndl eini! Da kann mans dann quasi "vorpatiniert" kaufen und muass ned selber eineschwitzen!
Gustige Idee statt lustige Idee
Von Gast: Gast: Schau Marie, von der Alm am 18.11.2009 um 17:42
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Gössl plant Trachtenalm
Super, es schaut so aus als würde der Herr Gössl den ganzen Wolfgangsee kaufen.
Besser er bleibt im Gwandhaus, arbeitet dort und zahlt seine Schulden zurück.
Von Gast: Gast: Gerd Girbl 5350 Strobl am 17.11.2009 um 16:45
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