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Holzbauer heizen Asfinag beim Lärmschutz ein

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von Michael J. Mayr | 14.12.2009 | 18:04

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Holzbauer heizen Asfinag beim Lärmschutz ein

Zwischen Holzindustrie und Asfinag kracht’s im Gebälk. Grund ist eine angebliche Ignoranz gegenüber Lärmschutz aus Holz. Die Asfinag ­dementiert das.

So würden Holz-Lärmschutztunnel aussehen. Die Asfinag hält die Päne unter Verschluss

Salzburg/Wien. Salzburgs Holzcluster-Geschäftsführer Franz Lanschützer hat lang die Faust in der Hosentasche gemacht. Jetzt packt er aus. „Seit sechs Jahren kämpfen wir pionierhaft um den Einsatz von Holz beim Autobahnlärmschutz. Die Ergebnisse sind minimal. Am Ende macht ­immer wieder die Betonfraktion bei der Asfinag das Rennen", meint der Lobbyist im WirtschaftsBlatt-Gespräch.

Als Beispiele führt Lanschützer, seines Zeichens auch Forstreferent der Landwirtschaftskammer Salzburg, die derzeit errichteten Tauern­autobahn-Lärmschutztunnel Flachau und Eben an.

Bestes Zeugnis
Für beide Projekte wurde der Asfinag eine Holzeinhausung vorgeschlagen und durch eine Machbarkeitsstudie untermauert. Damit sollte vor ­allem die Sorge um erhöhte Brandgefahr entkräftet werden. Die Studie von Zivitechnik-Papst Pius Wörle aus Graz stellt den Einhausungen aus Holz das beste Zeugnis aus. Allen Anforderungen - von Statik über Lärmschutz, Pflege, Landschafts­bild, wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit bis hin zur Brandsicherheit - könne mit Holz „auf einem sehr hohen Niveau entsprochen werden", urteilte Wörle. Gebaut wurde weitgehend in Beton.

„Innovationsangst"
Bei der Asfinag versteht man die Attacke nicht. „Holz mag gut sein. Andere wollen Glas. Wünsche gibt's viele", kontert Konzernpressesprecherin Anita Oberholzer. Die Ausschreibung gewinne halt einmal der Bestbieter. Freunderlwirtschaft gebe es nicht. „Viele Kilometer Lärmschutz­wände aus Holz" würden das beweisen. Die Holz-Befürworter sprechen der Asfinag ein ernsthaftes Interesse an ihrem Baustoff ab. Pius ­Wörle, der auch Asfinag-Insider ist, sagt: „Die Manager dort haben schlicht Angst vor Innovation. Bei Beton kennen sich alle aus, bis hin zum Rechnungshof. Das ist der althergebrachte Weg des geringsten Widerstands."

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