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Für Gastein ist der Zug abgefahren

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von Michael J. Mayr/Salzburg | 29.12.2009 | 15:44

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Für Gastein ist der Zug abgefahren

Die ÖBB-Ausbaupläne in Gastein sind laut Verkehrsministerium umweltverträglich. Der lange Lärm-Abwehrkampf der Kurregion scheint damit verloren.

beigestellt

Tourismus-Chefin Doris Höhenwarter fürchtet um Kurgäste: „Bahnlärm ist grosser Störfaktor“

Bad Gastein/Wien. Die UVP-Entscheidung des Verkehrsministeriums zum Ausbau der Tauernstrecke durchs Gasteinertal ist zwar noch nicht offiziell, doch eine Vorabstellungnahme auf WirtschaftsBlatt-Anfrage zu dem heftig umkämpften Verfahren lässt kaum Zweifel offen. „Alle unsere Gutachten im UVP-Verfahren zeigen keine negativen Auswirkungen auf das Tal", sagt Walter Fleissner, Pressesprecher von Ministerin Doris Bures. Die Weichen für den zentralen Bauabschnitt Angerschluchtbrücke scheinen damit von der Obersten Eisenbahnbehörde gestellt.

Doris Höhenwarter, Tourismus-Chefin von Bad Gastein, ist hörbar geschockt. „Ich bin sprachlos. Unsere Gutachten besagen genau das Gegenteil. Mehr Bahnlärm ist ein grosser Störfaktor. An die 60 Kurbetriebe an der Strecke sind unmittelbar betroffen", meint sie. Eine Hotelierin, die nicht genannt werden will, weint am WirtschaftsBlatt-Telefon: „Damit können bis zu 498 Züge am Tag durchdonnern. Das ist die Lizenz zum Overkill." Die ÖBB waren vom grünen Signal für sie im UVP-Streit stets überzeugt.

Höchstgericht am Zug

Die LUA kündigt den neuerlichen Gang zum Verwaltungsgerichtshof (VwGH) an. Nach der „Scheuklappen-UVP", welche die ÖBB im eigenen Ministerium durchpeitsche, „ohne auf die brennenden Fragen der Gasteiner einzugehen", müsse das Höchstgericht wohl abermals die wahren Antworten liefern.

Wie berichtet, hat eine talweite Bürgerinitiative mit 2700 Mitgliedern im Verein mit der Landesumweltanwaltschaft Salzburg (LUA) beim VwGH eine UVP des 1,7 km langen Neubaus bei der Angerschlucht erkämpft. Bis Abschluss der Umweltprüfung, für die bei ÖBB-Projekten laut Gesetz das Verkehrsministerium und kein unabhängiger Senat zuständig ist, darf das 16 Millionen € teure, fixfertige Baulos nicht befahren werden. Die derzeit etwa 80 Züge am Tag müssen mit maximal 50 km/h über eine 100 Jahre alte Brücke daneben rollen. Das denkmalgeschützte Eisenbauwerk ist ein Nadelöhr. Der Cargo-Transit macht damit um die Tauernstrecke einen weiten Bogen.

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2 Kommentare

Mehr Sorgfalt, bitte

Kann mir, bitte, jemand erklären, was der Satz: "Die ÖBB waren vom grünen Signal für sie im UVP-Streit stets überzeugt" bedeutet? Sowas Verhatschtes hab ich selten gelesen.

Und - was, bitte, ist ein WirtschaftsBlatt-Telefon? Und weinte die Hotelierin oder meinte sie nur?

LUA im dritten Absatz ist auch nicht erklärt - das kommt erst im vierten Absatz. Da gebe ich vorher schon auf.

Nichts für ungut - aber mehr Sorgfalt, bitte.

Von Gast: Gast: angryman am 30.12.2009 um 12:50

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Re: GASTEINERTAL WILL AUTOBAHN

WIE IMMER UND ÜBERALL;privat-sprich kapitalintesse-vor gemeinwohl!

Von Gast: Gast: kurac am 26.01.2010 um 09:08

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