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Atomic steht wieder am Ski-Gipfel

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von Michael J. Mayr/Salzburg | 13.01.2010 | 17:15

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Atomic steht wieder am Ski-Gipfel

Bei Atomic knallen die Sektkorken: Österreichs Paradeskimarke führt nach 16 Jahren wieder den Weltmarkt an. Rivale Rossignol verkauft heuer 100.000 Paar weniger.

Neumayr

Atomic-Chef Wolfgang Mayrhofer strahlt: „Dass Ski aus Österreich den Weltmarkt anführen, ist schon spezial“

Altenmarkt. Die turnus­mäßigen Reportmeetings zum Jahresanfang sorgen beim Atomic-Management in Altenmarkt heuer für Feierstimmung. „Die Vertriebs­kollegen bringen von überall konstante Zahlen mit. Demnach sollten wir mit diesem Winter eindeutig die weltweite Nummer eins sein", sagt Atomic-Geschäftsführer Wolfgang Mayrhofer.
Recherchen des WirtschaftsBlatts bestätigen ihn.

Dauerrivale Rossignol verkauft in dieser Saison um rund 100.000 Paar Alpinski weniger als Atomic. „Meiner Einschätzung nach werden wir es auf knapp über 500.000 Paar bringen", meint Rossignol-Konzernsprecher Silvain Noailly. Vor zehn Jahren hatte der Atomic-Hauptrivale noch die dreifache Menge ausgewiesen. „Dass eine Skimarke aus Österreich wieder den Weltmarkt anführt, ist schon spezial", freut sich Mayrhofer.

Überall im Plus

Der neue Weltmeister meldet in allen Skisparten ein Plus. Bei Skischuhen etwa sind es in Österreich 27 Prozent. Im Hauptsegment Alpinski peilt Atomic weltweit 610.000 Paar an - um 10.000 mehr als im Vorwinter. Mayrhofer nennt mehrere Gründe: Erstens den Doppeldeckerski als einzige wirkliche Innovation der Saison, zweitens forciertes Zielgruppenmarketing, drittens die Beschäftigung der weltbesten Skidesigner und viertens die anhaltende Präsenz auf den Rennsportpodesten. „In Europa bringt's das. Der Sportkonsument will Siegermarken", meint der Atomic-Geschäftsführer. Im boomenden Verleihgeschäft sei das überhaupt das Argument.

Unzufrieden ist man nur mit der Snowboard-Sparte. Hier brütet man in Altenmarkt gerade darüber, wie man wieder Anschluss an die Weltspitze findet.

Drama bei Rossignol

Die Lage von Rossignol indes scheint dramatisch. Der Ende 2008 von der australischen Macquaire-Bank und US-Konsumgüterkonzern Jarden in höchster Not aufgefangene Ex-Skiriese aus Savoyen fährt nur noch Sparkurs. Im Internet wird keine zweite Skimarke so geschleudert wie Rossignol. „Skiverkauf unter dem Druck ist extrem schwierig", sagt Rossignol-Österreich-Chef Gottfried Tönig. Freilich hat auch Atomic eine rasante Talfahrt erlebt. 2004 war man noch bei 940.000 Paar Ski und 206 Millionen € Umsatz. Seither hat man ein Drittel an Menge und ein Viertel an Umsatz verloren.

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