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Salzburg AG angelt sich Kaindl-Chef

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von Michael J. Mayr | 21.11.2011 | 17:13

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Salzburg AG angelt sich Kaindl-Chef

Die Entscheidung für Leo Schitter als Erbe Arno Gasteigers war angeblich leicht. Der neue Salzburg AG-Spitzenmann soll unter 32 Bewerbern das „Kaliber“ gewesen sein.

APA/Gindl

Mit Leonhard Schitter wechselt der Chef des größten Kunden an die Spitze des Landesenergieversorgers

Salzburg. Bei der Kür des künftigen Vorstandsvorsitzenden der Salzburg AG ist die mögliche Überraschung ausgeblieben. Nicht der Bezirkshauptmann von Gmunden, Alois Lanz, wird den Landesenergieversorger ab Neujahr leiten, sondern der Chef der Kaindl Holzindustrie KG, Leonhard Schitter. Der 44-jährige Jurist mit starkem ÖVP-Hintergrund war als Favorit gehandelt worden, doch Lanz wurden Außenseiterchancen gegeben. Der 47-jährige ehemalige Prüfer des Bundesrechnungshofs war von der Energie AG ins Rennen geschickt worden, einem der drei Eigentümer der Salzburg AG. „Ich habe nur den Wunsch nach einem Kaliber gehabt. Das ist geschehen. Leo Schitter kann's", meinte Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden bei der Präsentation des Nachfolgers von Salzburg AG-Gründer Arno Gasteiger. Der 64-Jährige geht mit Jahresende, würde aber als Konsulent zur Verfügung stehen. „Ich werde versuchen, die Spuren Gasteigers weiter zu gehen", sagt Schitter. Insgesamt gab es 32 Bewerber.

Zwei-Minuten-Wahl

Die Wahl im Aufsichtsrat gestern Mittag soll keine zwei Minuten gedauert haben und einstimmig erfolgt sein. Das berichtet das Führungsduo des Gremiums, Schaden und David Brenner. Vize-LH und Landesfinanzreferent Brenner verlangt von Schitter, den unternehmerischen Mehrfach-Spagat fortzuführen, den Gasteiger in seinen elf Jahren an der Salzburg AG-Spitze vorgeturnt hat. „Die Profitabilität muss erhalten bleiben, und zugleich die soziale Verantwortung für die Bevölkerung. Wir wollen Gewinne mit fairen Angeboten. Und wir wollen bei erneuerbarer Energie Innovationstreiber bleiben", sagt Brenner dem WirtschaftsBlatt. Das Land hält 42,56, die Stadt 31,31 und die oö. Energie AG 26,13 Prozent an der Salzburg AG.

Schitter kommt vom größten Kunden. Das 900-Mitarbeiter-Familienunternehmen Kaindl Holzindustrie betreibt aber auch selbst zwei Wasserkraftwerke. Mit dem Containerterminal CTS und durch Holztransporte ist man Verkehrspartner der Salzburg AG.

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