von Andreas Kolb/Steiermark | 23.11.2009 | 09:14
Mitarbeiter-Aufbau statt Mitarbeiter-Abbau bei Seidel
Der Deutschlandsberger Elektronikhersteller Seidel hat zwei Großaufträge im Gesamtvolumen von mehr als zehn Millionen € an Land ziehen können.
Für Maximilian Seidel lichtet sich der Nebel allmählich
Deutschlandsberg. Der Deutschlandsberger Elektronikhersteller Seidel hat zwei Großaufträge im Gesamtvolumen von mehr als zehn Millionen € an Land ziehen können. Das Unternehmen, das noch Anfang Mai vorsorglich 60 Mitarbeiter im Frühwarnsystem des AMS zur Kündigung anmelden musste, hat mittlerweile den Mitarbeiterstand sogar von 280 auf 291 aufgestockt.
„Wir haben im Gegensatz zum Vorjahr heuer wieder einen Jahresendspurt bei den Auftragseingängen", freut sich Maximilian Seidel, Chef der Seidel Group. Bei den beiden Großaufträgen handele es sich um Funktechnik für den militärischen Bereich sowie Türsteuerungssysteme für die Bahn. Details dürfe man keine nennen, so Seidel. Für das laufende Geschäftsjahr - es endet am 31. März - erwartet Seidel für den Standort Deutschlandsberg einen Umsatzrückgang von rund 20 Prozent auf 50 Millionen €. „Das ist besser als der Branchenschnitt, wo mit 30 Prozent Umsatzminus gerechnet wird." Bei der gesamten Seidel-Gruppe, zu der auch der Lawinensuchgerät-Hersteller Pieps gehört, dürfte der Umsatz von 80 auf 65 Millionen € sinken.
„Wir sehen die Zukunft trotzdem positiv", versichert Seidel. „Zu Beginn der Krise war es, als ob man mit 200 km/h in eine Nebelwand fahren würde. die gesamte Branche ist voll auf die Bremse getreten. Jetzt lichtet sich der Nebel allmählich und es wird wieder Fahrt aufgenommen.
Seidel ist einer der führenden heimischen Anbieter bei elektronischen Bauteilen. Die Gruppe beschäftigt in Österreich, Ungarn und der Slowakei 650 Mitarbeiter.
Kommentare… Kommentar hinzufügen…