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Dialog-backdrop Staatsanwalt fordert hohe Strafe für KartnigProzess. Das Urteil gegen den Ex-Chef des SK Sturm, Hannes Kartnig, wird erste kommende Woche fallen. Graz. Zwischen einer „hohen Freiheitsstrafe" und „die Kirche im Dorf lassen" schwankten gestern die Forderungen von Staatsanwalt und Verteidiger im Prozess gegen den Ex-Präsidenten des Grazer Fußballklubs Sturm, Hannes Kartnig, am Straflandesgericht Graz. Staatsanwalt Johannes Winklhofer warf Kartnig in seinem Schlussplädoyer vor, er habe „den Verein geführt, wie er Roulette gespielt hat, wo man am Spieltisch das Geld verschnalzt". Winklhofer listete alle Punkte auf, die zum Konkurs und zur Anklage geführt hatten, wobei er auch auf die Mitschuld der sieben weiteren angeklagten ehemaligen Funktionäre einging. „Die sind ja nicht blind und taub in den Vorstandssitzungen gesessen." Die Hauptschuld liege aber eindeutig bei Kartnig: „Er hat den Klub ruiniert, er hat die Geleise gelegt, auf dem der Verein in den Abgrund gefahren ist." Kein Kavaliersdelikt „Es gibt Spieler, die gehen heute mit Millionen spazieren und hier sitzen Ehrenamtliche und sollen die Zeche bezahlen, die völlig über das Ziel hinausschießt", hielt dann Kartnigs Verteidiger Richard Soyer in seinem Plädoyer dagegen. Die Abgabenhinterziehung in Millionenhöhe, die Kartnig gestanden hatte, sei zwar „kein Kavaliersdelikt, aber man soll die Kirche im Dorf und Gerechtigkeit walten lassen", so Soyer. Der Verteidiger beantragte für seinen Mandanten einen Freispruch im Falle des vorgeworfenen schweren Betrugs, der betrügerischen Krida und der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen. Das Urteil wird erst kommende Woche fallen: Kartnigs Verteidiger machte darauf aufmerksam, dass nie überprüft worden sei, ob Schwarzgelder an Spieler in Form von Auto- und Wohnungszuschüssen wirklich ausbezahlt wurden. Richter Karl Buchgraber beschloss, nächste Woche einen weiteren Verhandlungstag einzulegen.
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