Mittwoch, 23. Mai 2012 a  
Dialog-backdrop
Artikel versenden

Staatsanwalt fordert hohe Strafe für Kartnig

Geben Sie hier die E-Mail-Adresse des Empfängers ein (z.B. m.mustermann@wb.com). Mehrere Empfänger werden durch Komma getrennt.

von Andreas Kolb | 09.02.2012 | 18:04

A- A A+ Drucken Artikel weiterempfehlen zu den Kommentaren

Staatsanwalt fordert hohe Strafe für Kartnig

Prozess. Das Urteil gegen den Ex-Chef des SK Sturm, Hannes Kartnig, wird erste kommende Woche fallen.

APA/Leodolter

Staatsanwalt Johannes Winklhofer

Graz. Zwischen einer „hohen Freiheitsstrafe" und „die Kirche im Dorf lassen" schwankten gestern die Forderungen von Staatsanwalt und Verteidiger im Prozess gegen den Ex-Präsidenten des Grazer Fußballklubs Sturm, Hannes Kartnig, am Straflandesgericht Graz. Staatsanwalt Johannes Winklhofer warf Kartnig in seinem Schlussplädoyer vor, er habe „den Verein geführt, wie er Roulette gespielt hat, wo man am Spieltisch das Geld verschnalzt".

Winklhofer listete alle Punkte auf, die zum Konkurs und zur Anklage geführt hatten, wobei er auch auf die Mitschuld der sieben weiteren angeklagten ehemaligen Funktionäre einging. „Die sind ja nicht blind und taub in den Vorstandssitzungen gesessen." Die Hauptschuld liege aber eindeutig bei Kartnig: „Er hat den Klub ruiniert, er hat die Geleise gelegt, auf dem der Verein in den Abgrund gefahren ist."

Kein Kavaliersdelikt

„Es gibt Spieler, die gehen heute mit Millionen spazieren und hier sitzen Ehrenamtliche und sollen die Zeche bezahlen, die völlig über das Ziel hinausschießt", hielt dann Kartnigs Verteidiger Richard Soyer in seinem Plädoyer dagegen.

Die Abgabenhinterziehung in Millionenhöhe, die Kartnig gestanden hatte, sei zwar „kein Kavaliersdelikt, aber man soll die Kirche im Dorf und Gerechtigkeit walten lassen", so Soyer. Der Verteidiger beantragte für seinen Mandanten einen Freispruch im Falle des vorgeworfenen schweren Betrugs, der betrügerischen Krida und der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen.

Urteil kommende Woche

Das Urteil wird erst kommende Woche fallen: Kartnigs Verteidiger machte darauf aufmerksam, dass nie überprüft worden sei, ob Schwarzgelder an Spieler in Form von Auto- und Wohnungszuschüssen wirklich ausbezahlt wurden. Richter Karl Buchgraber ­beschloss, nächste Woche einen weiteren Verhandlungstag einzulegen.

 

Kommentare… Kommentar hinzufügen…

mehr Steiermark…

Gefundene Orte

Gefundene Personen

Keywords

mehr Fotogalerien>

Fotogalerien 

  • colourbox
    Erfindungsranking

    Österreichs innovativste...

    WB/Peroutka
    Bau-Skandal

    Besuch im Skylink-Terminal

  • Hypo

    Die Manager des Flops

    Wiener Hauptbahnhof

    Ausblick auf die Großbaustelle

mehr Fotogalerien>

Fotogalerien 

  • IT-Riesen

    Die Köpfe des Web

    Die Cashcows im Internet

    Die zehn Websites, die am...

  • Lionel Messi/EPA
    Top-Marktwerte

    Die teuersten Fußballer der Welt

    U-Ausschuss: Buwog

    Das Who is Who des...

mehr Fotogalerien>

Fotogalerien Karriere

  • Watchlist Mai

    Menschen in Bewegung

    Watchlist April:

    Menschen in Bewegung