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Dialog-backdrop Russendisko Club RAI soll auch in Skiorten gastierenWährend der Fußball-Europameisterschaft hat der russische Club RAI in Innsbruck für Aufsehen gesorgt. Das soll wiederholt werden. Tiroler EURO-BilanzSchweden und Russen top, Spanier flopEin durchaus positives Resümee der EURO 2008 für Tirol und Innsbruck zieht Tirol-Werbechef Josef Margreiter: Es sei gelungen, die Bekanntheit Tirols zu steigern, vor allem bei einem jüngeren Publikum vorwiegend in Deutschland aber auch in den drei Ländern, die Fußballteams für Innsbrucker Spiele stellten: Schweden, Spanier und Russen.
Positiv war vor allem der Zustrom der schwedischen Gäste aber auch der russischen Fußballfans, resümiert Margreiter. Unter den Erwartungen lag die Nachfrage der Spanier, sagt er nicht ohne kritischen Seitenhieb auf die touristischen Anbieter: „Es ist mir wiederholt zugetragen worden, dass Buchungen für lediglich zwei oder drei Nächte von den Hoteliers lange Zeit gar nicht angenommen worden sind“. Zu optimistisch waren auch die Erwartungen, die internationalen Sportjournalisten würden sich neben Fußball-News auch die reichlich angebotenen Informationen über den Wirtschaftsstandort Tiroler weiter transportieren. „Es war nicht Desinteresse, sondern schlicht Zeitmangel“, sagt Margreiter. Zu lösen ist noch die Unzufriedenheit einiger ungünstig gelegener Standbetreiber in der Fanzone Maria-Theresien-Straße. Vizebürgermeister Christoph Platzgummer kann sich vorstellen, dass die Stände, jetzt nach Ende der Spiele im Innsbrucker Tivoli, umgruppiert werden können, ohne sicherheitsrelevante Vorschriften zu verletzen. Etliche Standbetreiber haben angekündigt, zuzusperren. Die Stadt entlässt sie jetzt früher aus den Verträgen. Unter dem Strich sei die EURO aber ein voller Erfolg für Innsbruck, resümiert Platzgummer. Innsbruck. Ein volles Haus und beste Stimmung bis in die Morgenstunden herrschte während der EURO im Innsbrucker Veranstaltungszentrum „Hafen", das eine Nachbildung des berühmten Moskauer RAI-Clubs bis Mittwoch beherbergte. Markus Troscher, Musikproduzent in Moskau, hat als Konzeptersteller und Vermittler mit „Hafen"-Betreiber Alfred Schmid den Club realisiert: „Wir haben gewusst, in Innsbruck ist alles perfekt für die russischen Gäste vorbereitet, die Fanmeilen, das VIP-Viewing auf der Seegrube. Aber: Ab ein Uhr früh fehlte ein Angebot, wir haben hier genau das nach Innsbruck gebracht, was der russische Gast gesucht hat." Bis zu 2500 Gäste pro Abend unterhielten sich im RAI bei einem anspruchsvollen Showprogramm, das selbst Tirol-Werbung-Chef Josef Margreiter Respekt abrang: „Niveauvoll und mit einer tollen Show." Jetzt will Troscher das Konzept vervielfältigen. In mindestens zwei oder drei Orten soll noch heuer ebenfalls temporär der RAI-Club eröffnen. Troscher spricht darüber u. a. mit prominenten Wintersportorten: „Das Interesse ist riesengroß. Ich werde von vielen Tourismusdirektoren angesprochen, auch die Swarovski Kristallwelten haben Interesse." Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sei aber, dass sich der jeweilige Standort auch aktiv mit Werbung in Russland engagiere, sagt Troscher. Nicht nur Österreich Zusätzlich sucht er Sponsoren, auch aus Österreich, für künftige RAI-Projekte. In Innsbruck hatte die MIRAX-Gruppe, der größte Immo-Developer in Russland, kräftig mitfinanziert. Troscher denkt aber nicht nur an Österreich: RAI-Gastspiele hat es schon in Cannes gegeben, in Montenegro und in Antalya. mehr Tirol…
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