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Dialog-backdrop Seilbahnen bremsen Investitionen einDie Seilbahnwirtschaft ist heuer etwas zurückhaltend mit ihren Investitionen nach den Rekorden des Vorjahres. Dennoch werden auch im Winter 2009/10 einige spektakuläre Neuerungen in Betrieb gehen. Innsbruck. 315 Millionen € hat die Tiroler Seilbahnbranche 2008 für den vergangenen Winter investiert - dies bei einem Branchengesamtumsatz von 534 Millionen €. Sämtliche 261 Seilbahnunternehmungen Österreichs haben letztes Jahr in Summe 557 Millionen € investiert (bei einem Gesamtumsatz von 1,045 Milliarden €), davon 205 Millionen € in den Neu- und Umbau von Anlagen und 203 Millionen € in die Beschneiung. Heuer werden diese Werte wohl nicht erreicht werden, schätzt Branchensprecher Ingo Karl. Dennoch gibt es auch für den kommenden Winter einige spektakuläre Projekte: Im Ötztal baut die Familie Falkner die Gaislachkoglbahn in einer spektakulären Variante neu. Investitionsvolumen: 35 Millionen € (das WirtschaftsBlatt berichtete). Im Skigebiet Hochzillertal eröffnet in der kommenden Skisaison ein luxuriöses Chalet und Hotel mit dazugehörender Skihütte: die Wedelhütte. Auf 2350 Meter, dem höchsten Punkt des Skigebietes, erwartet die Gäste Fünf-Sterne-Komfort in außergewöhnlicher Lage. Der Pitztaler Gletscher wird die Saison mit der weltgrößten Schneeanlage eröffnen: Der „Snowmaker" ist eine Mega-Schneekanone, die Schnee bis zu einer Außentemperatur von 30 Grad Celsius produziert. Täglich können 940 Kubikmeter Schnee hergestellt werden - ohne chemische Zusätze. Wichtig ist dies für einen kleinen (20 mal 90 Meter breiten) Pistenabschnitt, der stark sonnenbeschienen ist. Neben Zermatt ist das Pitztal das erste Skigebiet der Alpen, das einen Snowmaker angeschafft hat. St. Anton am Arlberg startet mit der neunen Rendl-Bahn in die Saison. Das transparente, moderne Gebäude der Talstation wird näher an das Dorfzentrum verlegt. Die Achter-Einseilumlaufbahn mit Sitzheizung wird bis zu 2000 Personen pro Stunde befördern können. Weitere Investitionen ● In Osttirol, in der Ferienregion Hochpustertal entsteht für den Winter 2009/10 ein neues Ski-Übungsgelände mit Skischule für Kinder. Im Skigebiet Matrei/Kals entstehen für einen doppelstelligen Millionenbetrag ein Speicherteich und eine Sechser-Seilbahn. Unter dem Strich dürften die traditionell hohen Investitionen der Seilbahnbranche (bis zu 40 Prozent der Umsätze) heuer etwas zurückhaltend ausfallen. Das liegt auch daran, dass es bei den Projektgenehmigungen zu Verzögerungen kommt, kritisiert, VP-Nationalrat Franz Hörl, Bürgermeister von Gerlos und Seilbahnunternehmer. Grund dafür ist die personelle Unterbesetzung im Ministerium, sagt Hörl: „Projekte liegen vor und warten bloß auf Genehmigung."
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