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Dialog-backdrop 100 Ideen zur Ankurbelung der Wiener WirtschaftStandort. Wirtschaftskammer Wien Chefin Brigitte Jank präsentierte Ideen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Wien.
Wien. Wien ist der größte Wirtschaftsstandort in Österreich. Damit das künftig so bleibt, hat der Wiener Wirtschaftsbund in Zusammenarbeit mit über 1.000 Unternehmern 100 Ideen zur Stärkung der Wiener Wirtschaft gesammelt. "Wir verstehen das als Arbeitsprogramm für die nächsten Wochen und Monate, um es dann auf Bezirks-, Stadt- und Bundesebene zu verwirklichen", sagte die Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes, Brigitte Jank, in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Schwerpunkte waren dabei die Spartenspezialisierung der Wiener Unternehmer, die Errichtung einer zusätzlichen U-Bahn-Linie U5 sowie die Schaffung von "Begegnungszonen". "Wien zeichnet sich durch eine hohe Produktivität aus und ist wenig konjunkturabhängig", so Peter Huber vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). Die Herausforderungen für die nächsten Jahre lägen allerdings in der Sicherung des Forschungsstandorts und in der Clusterbildung. Die Bundeshauptstadt verfüge zurzeit nämlich nicht über ein ausgeprägtes Spezialisierungsmuster, also über Leitbetriebe in einer bestimmten Branche. Janks Vorschläge Jank präsentierte dazu zwei Vorschläge: In Währing soll ein Gesundheitsviertel und in Heiligenstadt ein BioTechPark entstehen. In beiden Gebieten seien bereits einschlägige Unternehmen und Einrichtungen angesiedelt, allerdings sei noch keine Clusterbildung erkennbar. Die genannten Viertel sollen mit einer Sparte assoziiert werden. Im 18. Bezirk könne die Nähe zum AKH genutzt werden, hieß es. Im Döblinger Bezirksteil Heiligenstadt sieht man ein ähnliches Entwicklungspotenzial. Durch die Nähe zur Universität für Bodenkultur und zu Betrieben der Biotechnologie könnte sich das Gebiet auf die Errichtung eines BioTechClusters spezialisieren. Der Wirtschaftsstandort Wien soll zudem durch eine verbesserte Verkehrsanbindung vom Hauptbahnhof nach Dornbach attraktiver gemacht werden. Konkret geht es dabei um die Umsetzung der - laut Wirtschaftsbund bereits 1966 erstellten - Modelle einer U-Bahn-Linie U5, die auch von der Rathaus-ÖVP regelmäßig gefordert wird. Die Strecke würde vom Hauptbahnhof über die Josefstadt bis nach Dornbach verlaufen. Auf die Frage, wie realistisch eine solche Umsetzung sei - nachdem die zuständige Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (G) zuletzt bekanntgegeben hatte, sich mehr auf den Ausbau des Straßenbahnlinien-Netzes zu konzentrieren - sagte Jank zur APA: "Ich sehe hier kein Entweder/Oder, sondern den Bedarf nach mehr Bewegung." Das Konzept von "Begegnungszonen" stand als dritter Schwerpunkt auf der Agenda. Hierbei handelt es sich um Straßenabschnitte, die ein faires Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ermöglichen sollen. Das bedeutet, dass es eine uneingeschränkte Zu- und Abfahrt des Lieferverkehrs, ein Tempo-Limit von 20 km/h, Parken auf gekennzeichneten Stellen sowie die Benutzung der Fahrbahn durch Fußgänger geben soll. Vorstellbar sei die Umsetzung dieses Konzepts etwa auf der Wiener Mariahilfer Straße, sagte Jank: "Wir haben dies am Runden Tisch bei den Gesprächen um die Gestaltung der Mariahilfer Straße eingebracht." (APA)
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