Hintergrundmusik mit einer Lautstärke von mehr als 100 Dezibel brachten dem Modegeschäft "Desigual" im neuen Wiener Westbahnhof eine "wenig schmeichelhafte Auszeichnung", wie die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) am Samstag in einer Aussendung betonte. Der stv. Regionalgeschäftsführer der GPA-djp-Wien, Karl Dürtscher, und Peter Androsch von der Kampagne "Beschallungsfrei - Gegen Zwangsbeschallung" verliehen der Filiale der spanischen Modekette Samstagvormittag den "Zwangsbeschaller 2011".
100 Dezibel entsprechen etwa dem Lärm in Discos oder eines Presslufthammers. Eine Kettensäge erreicht etwa 110 Dezibel, Kampfflugzeuge liegen knapp darüber.
Auf der Suche nach dem "Zwangsbeschaller" wurden bundesweit in Hunderten Geschäften Schallmessungen durchgeführt. Im Arbeitnehmerschutzgesetz wird minderjährigen Beschäftigten bei Dauerschallpegeln ab 80 Dezibel Gehörschutz am Arbeitsplatz vorgeschrieben, berichtete die GPA-djp. Mit einer derartigen Lautstärke würde sich "Desigual" am Rand der Gesundheitsgefährdung bewegen, hieß es.
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