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Dialog-backdrop Bwin will Monopol über das Ausland aushebelnIn Bayern entscheidet das Oberlandesgericht zugunsten von Bwin, in Italien erweitert der Online-Anbieter die Produktpalette um das Pokerspiel. SpielproblemeRund ein Prozent der heimischen Bevölkerung hat ein Spielproblem, 84 Prozent davon an Automaten, fast 50 Prozent im Casino. Rund zehn Prozent zocken online. Ein Prozent ergeht sich in Börsenspekulationen.
Hohe Spielerschulden Insgesamt 84 Prozent der Spieler sind infolge ihres Glücksspiels im Schnitt mit 46.458 € verschuldet. Das entspricht dem 33-fachen des durchschnittlichen Monats-Nettoeinkommens. Das ergab eine Studie aus 2007 des Instituts für Suchtprävention „pro mente“ unter 888 Probanden. Auch wenn es Bwin bislang nicht geglückt ist, das österreichische Glücksspiel-Monopol mit Hilfe des Europäischen Gerichtshofs zu kippen, kann der Online-Anbieter auf weitere Teilerfolge im europäischen Ausland verweisen. Bayern und Italien Die bayerischen Behörden etwa sind in der Sache flotter: Bwin hat in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht Recht bekommen. Als Inhaber einer Gewerbegenehmigung sei es für den Glückspielanbieter „unzumutbar", bis zur letztinstanzlichen Entscheidung keine Internet-Wetten anbieten zu dürfen. Scheinheiligkeit Indes erhält Bwin Rückendeckung vom ehemaligen Generalanwalt des EuGH, Siegfried Alber, der eine gewisse Scheinheiligkeit ortet: „Die meisten EU-Länder argumentieren ihre Monopole mit dem Schutz vor Spielsucht." Es würden aber viele staatliche Anbieter durch „Aufklärungsarbeit" indirekt für Glückspiele werben und damit sehr wohl auch Geld verdienen. Dass die Bewerbung von Glücksspiel ein einträgliches Geschäft ist, glaubt auch Google: Nach vier Jahren des hausinternen Verbots führt der Suchmaschinenanbieter erstmals wieder Glücksspielwerbung auf seinen Internetseiten ein. mehr Wien…
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