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ÖBB Infrastruktur mit neuer Struktur

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21.01.2010 | 10:40

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ÖBB Infrastruktur mit neuer Struktur

APA (Jäger)

Mit Jahresbeginn 2010 hat die ÖBB Infrastruktur AG ihre Tätigkeit in neuer Struktur aufgenommen. Anfang Oktober 2009 war die Verschmelzung der ÖBB Infrastruktur Bau und der ÖBB Infrastruktur Betrieb angemeldet worden. Durch die Reform 2009 wurden die beiden aus der heftig kritisierten ÖBB-Reform 2005 entstandenen Töchter wieder zusammengeführt.

Infrastruktur-Vorstandssprecher Andreas Matthä erwartet sich einen "Qualitätssprung" durch die Fusion zu einer einzigen rund 18.000 Mitarbeiter umfassenden ÖBB-Holding-Tochter. Damit würden Schnittstellen wieder zusammengeführt und Überschneidungen beseitigt. "Erstmals wird die Bahninfrastruktur aus einer Hand betrieben", betonte Matthä. Dies bringe mehr Transparenz auf die Strecke: Ein Unternehmen sei nun durchgängig vom Betrieb über Instandhaltung bis zur Projektentwicklung zuständig. Mit Synergieeffekten sollen jährlich 20 Mio. Euro eingespart werden. Die Gesamterträge der Infrastruktur AG werden mit 2,887 Mrd. Euro beziffert.

Auch die Pünktlichkeit der Bundesbahnen soll verbessert werden, versicherte Herwig Wiltberger, der innerhalb der Infrastruktur AG mit rund 8.500 Mitarbeitern für den Betrieb der Bahnen zuständig ist. Auf Qualitätssteigerung soll der Schwerpunkt liegen: Etwa die Hälfte der Verspätungen sei durch Probleme im Bereich Infrastruktur verursacht, die andere Hälfte habe der Bereich Personenverkehr direkt zu verantworten. Die Pünktlichkeit soll im Nahverkehr 2010 auf über 90 Prozent steigen, im Fernverkehr auf mindestens 80 Prozent.

Die Langsamfahrstrecken, derzeit 210 km im Kernnetz der Bahn, sollen bis Jahresende um 10 bis 15 Prozent verringert werden, nannte Vorstandssprecher Matthä eines der Ziele. Das Projektmanagement wird von Georg-Michael Vavrovsky geleitet: Rund 200 Schieneninfrastruktur-Großprojekte haben die ÖBB in der Pipeline, das jährliche Projektvolumen liegt bei 1,4 Mrd. Euro.

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1 Kommentar

Geplante Synergieeffekte von 20 Mio. Euro pro Jahr!

Bei Erträgen von 2,887 Mrd. Euro ist schon das Ziel mit 0,7% Einsparung in lächerliche Verhältnisse gerückt. Bei laufenden Staatszuschüssen von >6 Mrd. Euro pro Jahr, sind das überhaupt nur 0,33%!

Es bleiben, wie schon letzten 20 Jahre, die Fragen:
WER saniert die ÖBB und bis WANN ist die Sanierung abgeschlossen?

Mit Placebo Aktionen wird es nicht gehen. Es muss endlich jemand so hingreifen, dass dieser Monopolbetrieb keine Steuergelder in Anspruch nehmen muss! Das ist auch im Eigeninteresse der ÖBB. Immerhin ist auch das Schuldenmachen des Staates endlich. Bis dahin, und das ist nicht mehr lange, muss die ÖBB aus eigener Kraft bestehnen können. Die ÖBB würden sonst zusammen mit dem Staat untergehen, auch wenn sich die meisten Menschen das heute noch nicht vorstellen können.

Von Gast: Gast: ET am 21.01.2010 um 11:10

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