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AMS: Mehr Förderungen für Frauen und junge Arbeitslose

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von Ursula Rischanek | 06.10.2011 | 00:32

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AMS: Mehr Förderungen für Frauen und junge Arbeitslose

Die Situation am Arbeitsmarkt in Wien hat sich wieder verschärft: Die Zahl der Arbeitslosen hat im September zugenommen. Mehr Schulungen sind die Folge.

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Die Vermittlung von Arbeitslosen ist im letzten Monat wieder schwieriger geworden

ZAHL

3,7 Prozent
Österreich bleibt das EU-Land mit der niedrigsten Arbeitslosenquote und das einzige Mitgliedsland, das aktuell- mit 3,7 Prozent- weniger als vier Prozent Arbeitslosenrate nach EU-Berechnung aufweist.
Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Niederlande (4,4 Prozent) und Luxemburg (4,9 Prozent). Im Schnitt der 27EU-Mitgliedsstaaten beträgt die Arbeitslosenquote derzeit 9,5 Prozent.

Mit einer Steigerung des Angebots an Schulungen will das AMS Wien die steigende Arbeitslosigkeit bekämpfen: "Wir haben unser Schulungsangebot in den vergangenen zwölf Monaten drastisch zurück gefahren", sagt AMS Wien-Chefin Claudia Finster. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, wieder mehr anzubieten. Vor allem für jene, die eine Höherqualifizierung brauchen, werde es wieder weitaus mehr Angebote geben. Davon würden vor allem junge Arbeitslose, die etwa einen Lehrabschluss anstrebten, profitieren. Migranten wiederum soll die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse leichter möglich werden.

Ein eigenes Maßnahmenpaket wird auch für Frauen geschnürt: Unternehmen, die Frauen über 45 Jahre einstellen, wird nun leichter und früher eine Beihilfe gewährt als bisher.

Mehr Arbeitslose

Die Zahl der Arbeitslosen ist im September in Wien im Jahresvergleich wieder gestiegen: und zwar um 6,7 Prozent auf 76.249 Personen. Die Zahl der Personen in Schulungen hingegen ist um 8,6 Prozent auf 21.130 zurück gegangen.

Größtes Plus am Bau

Nach Wirtschaftszweigen ist die Arbeitslosigkeit mit 11,5 Prozent am stärksten am Bau gestiegen. Aber auch der Handel (plus 5,2 Prozent) sowie Hotellerie und Gastronomie (plus 5,1 Prozent) haben kräftige Zuwächse verzeichnet. Zurückgegangen ist die Zahl der Arbeitslosen hingegen im Produktionsbereich - und zwar um 2,6 Prozent. Anders als im August -damals ist der Zugang bei den offenen Stellen, die die Wiener Betriebe dem AMS gemeldet haben, im Jahresvergleich um 21,1 Prozent gestiegen, ist im September der Bestand an sofort verfügbaren offenen Stellen um ein Fünftel (minus 20,3 Prozent) zurück gegangen.

Österreich-Trend

Damit liegt Wien im Trend: Die Zahl der Arbeitslosen ist im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent auf 218.207 gestiegen. Parallel dazu hat die Zahl der Schulungen um 10,9 Prozent (7.563) auf 61.920 abgenommen. Sozialminister Rudolf Hundstorfer erwartet angesichts der schlechten Wirtschaftsprognose auch in den nächsten Monaten einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dieser werde aber "nicht dramatisch" ausfallen, denn wenn auch die Finanzmärkte verrückt spielten, sei die "Realwirtschaft stabil". Österreich sei für die schwierige Situation aber gerüstet. Für "Riesenkonjunkturprogramme" sei zwar angesichts der hohen staatlichen Gesamtverschuldung kein Geld da, bestehende Maßnahmen wie Kurzarbeit und Bildungskarenz sollen aber beibehalten werden.

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