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Dialog-backdrop "Bei Feuer ist Chaos programmiert"Flughafen. Laut einer Mystery-Testerin ist das 780-Millionen-€-Projekt eine "Fehlkonstruktion". Komfort und Sicherheit seien kaum berücksichtigt worden. Wien. Durch Verzögerungen und eine Kostenexplosion von 400 auf 780 Millionen € wurde der Bau des neuen Terminals Skylink am Flughafen Wien zum Skandal. Heuer soll der Skylink endlich in Betrieb gehen. Beim Probebetrieb, der Probleme und Schwachstellen der Anlage aufzeigen soll, läuft aber lange nicht alles wie geschmiert. Dem Vernehmen nach seien mehrere Hundert Auffälligkeiten identifiziert worden. Welche genau, wurde von der Flughafen Wien AG nicht kommuniziert. Eine Testperson, die ungenannt bleiben will, hat ihre Erfahrungen dem WirtschaftsBlatt mitgeteilt - wie die Mystery-Testerin sagt, sei die Ausführung der Anlage zwar ordentlich, die Konstruktion weise jedoch gravierende Mängel auf. "Der Skylink ist eine Fehlkonstruktion", sagt sie. Denn der Platz ist für den zu erwartenden Andrang der Passagiere viel zu knapp bemessen. Ein Beispiel: das Gate G04. Der Zugang ist nur über eine Rolltreppe möglich, die 80 Zentimeter Innenbreite aufweist - die Fluggäste können sich also nur hintereinander zum Gate bewegen. Auch der Zugang zum Flugzeug muss im Gänsemarsch erfolgen, die Breite beträgt nur 1,4 Meter. "Für Familien oder Personen mit Gepäck wird das schwierig", so die Testerin. Auch für ankommende Passagiere wurde viel zu wenig Platz eingeplant. Der rund fünf Meter breite Gehweg beim Gate G wird durch einen Lichtschacht zu zwei Nadelöhren mit 1,3 respektive zwei Metern Breite degradiert - Verzögerungen sind programmiert. "Auf dem Weg zur Gepäckausgabe rennt man wieder durch relativ enge Gänge", sagt sie. Ein weiteres Problem seien Sanitäranlagen mit Einhandmischern ohne Wassersensor und teils ohne Ablagefläche beim Waschbecken. Die WCs sind nur 0,9 mal 1,3 Meter breit, "wie man das mit Trolley, Handtasche und eventuell noch Winterbekleidung schaffen soll, ist mir schleierhaft", sagt die Informantin. Sie ortet ein Sicherheitsrisiko: "Bei Feueroder Terroralarm ist durch die eng bemessenen Gänge das Chaos programmiert." Zu wenig Testpersonen Auch mit dem Ablauf des Probebetriebs ist die Testperson unzufrieden: Die meisten Teilnehmer seien Menschen mit viel Tagesfreizeit, aber ohne Erfahrungswerte, wie ein großer internationaler Flughafen funktioniert. Die Teilnehmer bekommen zwar Aufgaben, die der Realität entsprechen - Beispiel: "Sie sind ein ankommender Passagier. Begeben Sie sich in die Gepäckrückgabehalle zu Gepäckband 7" -, doch die Zahl der Testpersonen sei mit rund 20 pro Durchlauf zu knapp bemessen. "Meiner Meinung nach sollte ein Probelauf auch mit der für das beim Test angenommene Flugzeug angegebenen Passagieranzahl durchgeführt werden und nicht mit maximal zehn Prozent davon", so die Mystery-Testerin. mehr Wien…
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