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Die Preisschlacht um den Sekt ist wieder eröffnet

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von Hans Pleininger | 12.12.2011 | 03:30

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Die Preisschlacht um den Sekt ist wieder eröffnet

Sekt und Champagner auf Rekordjagd: Zwischen Weihnachten und Neujahr wird am meisten Schaumwein getrunken. Die Preisschlacht im Handel ist voll im Gang.

Wien. Es prickelt wieder gehörig im Handel -mit Sekt-Dumpingangeboten, die von den Supermarktketten bewusst als Frequenzbringer eingesetzt werden. "Wie jedes Jahr", sagt Schlumberger-Vorstandsvorsitzender Eduard Kranebitter, der heuer jedoch einen Lichtblick erkennen will: "Der Trend geht nach oben. Die Preise liegen heuer etwas höher: Jetzt gibt es Aktionen mit 3,49 €statt wie früher mit 2,99 €." Doch der Schein trügt etwas: Im Doppelpack oder Sechserkarton, wie Sekt allerorts feilgeboten wird, geht es preislich locker wieder unter drei € die Flasche. "Diese ,Geiz ist Geil'-Mentalität in der Nahrungs-und Genussmittelindustrie macht mich krank", ärgert sich Kranebitter. "Wir gönnen unserem Auto das teuerste Motoröl, aber kaufen den billigsten Sekt."

Dafür aber viel: Der Markt für Schaumweine legt seit 2005 (dem Jahr an dem die Sektsteuer auf null gesetzt wurde) kontinuierlich zu. 2004 -noch mit voller Steuerbelastung -tranken die Österreicher knapp über 17 Millionen Flaschen Sekt. Aktuell sind es 22,5 Millionen Flaschen, die vor allem zu Weihnachten und Neujahr geköpft werden. Das letzte Jahresquartal ist die wichtigste Zeit für die Sekthersteller. Kranebitter: "Wir machen im letzten Quartal rund 50 Prozent von unserem Sektgeschäft."

Champagner boomt

Auch der Champagner-Verkauf boomt -geschätzte 1,3 Millionen Bouteillen werden heuer in Österreich getrunken. Vor drei Jahren lag der Absatz für französische Schaumweine bei knapp einer Million Flaschen. "Der Trend geht zu Sekt und Champagner. Der Prosecco-Bereich stagniert dafür auf hohem Niveau", sagt Kranebitter.

Insgesamt werden in Österreich 39 Millionen Flaschen Schaumwein und Perlwein (Frizzante) getrunken (siehe Grafik). Das ist ein Plus von knapp drei Prozent zum Jahr davor. Beim Sekt gibt es im Handel ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Henkell-Gruppe (mit den Marken Henkell, Kupferberg, Söhnlein) und, nur knapp dahinter, Schlumberger (mit den Labels Schlumberger, Goldeck, Hochriegl). Beide liegen laut AC Nielsen-Zahlen bei knapp über 30 Prozent Marktanteil.

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