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Hohe EU-Förderung für Hochwasserforscher der TU Wien

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10.01.2012 | 11:26

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Hohe EU-Förderung für Hochwasserforscher der TU Wien

Der Hochwasserforscher Günter Blöschl von der Technischen Universität (TU) Wien erhält einen hoch dotierten Förderpreis des Europäischen Forschungsrates (ERC). Der Professor am Institut für Wasserbau und Ingenieurhydrologie erhält für die Untersuchung von großen Hochwässern der vergangenen Jahre einen mit 2,5 Mio. Euro dotierten "Advanced Grant", teilte die TU Wien am Dienstag in einer Aussendung mit.

In den vergangenen Jahren gab es in vielen Ländern der Welt massive Hochwasserschäden. Die Suche nach den Ursachen solcher Katastrophen ist nach Angaben der Wissenschafter "ungemein schwierig". Trends aber auch Zufälligkeiten im Niederschlag wirken sich ebenso aus, wie Veränderungen der Landnutzung, Flussregulierungen und andere Wasserbauten. Diese Einflussfaktoren haben ein komplexes Wechselspiel mit den hydrologischen Prozessen im Einzugsgebiet von Flüssen, besonders mit Bodenfeuchte und Schneeschmelze.

Für die Ursachenforschung setzen die Wissenschafter um Blöschl ein von ihnen entwickeltes neuartiges Systematisierungskonzept ein. Es geht darum, verschiedene Hochwassersituationen zu vergleichen und die Ähnlichkeiten im Ablauf der Katastrophen zu ergründen. Durch die mathematische Abbildung der Ereignisse soll es möglich sein, die Einflüsse von Landnutzung, Witterung und Wasserwirtschaft zu entflechten.

Blöschl ist seit 2007 Professor für Hydrologie und Wasserwirtschaft an der TU Wien. Laut TU ist er der meistzitierte Hydrologe im deutschen Sprachraum. Erst kürzlich wurde Blöschl für die Amtszeit von 2012 bis 2016 zum Präsidenten der "European Geosciences Union" (EGU) gewählt. Der Wissenschafter ist der bisher vierte "Advanced Grant"-Preisträger an der TU Wien.

Die "Advanced Grants" stellen das "Flaggschiff-Programm" des ERC dar, mit dem die EU Grundlagenforschung fördert. Damit sollen anspruchsvolle und risikoreiche fünfjährige Forschungsprojekte gefördert und die Wissenschafter ermutigt werden, die bestehenden Grenzen des Wissens und der Disziplinen zu überschreiten.

(APA)

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