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Dialog-backdrop Humankapital ist der Schlüssel zum ErfolgWien steht im internationalen Wettbewerb nach wie vor gut da. Die Zukunft liegt in der Ausbildung.
Gerade die wissensintensiven Dienstleistungen suchen Mitarbeiter, die einen Hochschulabschluss vorweisen können ZAHL26,5 ProzentEinen Hochschulabschluss können 26,5 Prozent der Erwerbstätigen in Wien vorweisen. 57 Prozent verfügen über eine sekundäre Ausbildung. Der Anteil der 20- bis 24-Jährigen, die zumindest eine Ausbildung der Sekundarstufe vorweisen können, ist seit 2000 gesunken und liegt unter dem Durchschnitt der betrachteten Städte, der Anteil der 18- bis 24-Jährigen, die nicht mehr in Ausbildung stehen ("early school leavers"), liegt (bei steigender Tendenz) höher als im Durchschnitt der EU-Großstädte und -Regionen.
Wien hat einer Analyse der Kernindikatoren der Wettbewerbsfähigkeit zufolge eine weiterhin gute Position in der europäischen Städtehierarchie; allerdings ist diese in dynamischer Perspektive allerdings nicht gänzlich ungefährdet. Dies geht aus dem,, Dritten Bericht zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Wiens", den das Wifo im Auftrag der Stadt Wien erstellt hat, hervor. Demnach bietet Wien im insgesamt sehr heterogenen Wettbewerbsumfeld der euro äischen Großstädte nach wie vor eine exzellente ökonomische Grundlage für hohe regionale Einkommen: Mit einem realen BIP/Kopf von knapp 39.000 € liegt die Stadt auf Rang 18 von 65 vergleichbaren europäischen Großstadtregionen, rund 30 Prozent über dem Durchschnitt der betrachteten Städte und knapp 82 Prozent über dem Durchschnitt der EU-Regionen. ,,Allerdings lässt die Dynamik zu wünschen übrig", sagt Oliver Fritz, Mitautor der Studie. Demnach lag seit Anfang der 90er-Jahre das Plus in Wien bei einem guten Viertel, in allen Städten dagegen war ein Zuwachs um mehr als ein Drittel zu beobachten. Neben dem Aufholprozess von Städten mit niedrigem Entwicklungsniveau liegt dies auch daran, dass zuletzt die Wiener Bevölkerung im Vergleich zu den anderen Städten relativ rascher gewachsen als das reale BIP. ,,Die wieder dynamischere demografische Entwicklung konnte nicht vollständig in Produktionszuwächse umgesetzt werden", erklärt Fritz. Grund dafür sei ein Defizit bei den formalen Qualifikationen. Nur 26,5 Prozent der Wiener Erwerbspersonen verfügen über einen Hochschulabschluss, im Durchschnitt der Städte sind es dagegen 32,6 Prozent, Spitzenwerte (etwa in Brüssel, Oslo, London oder Paris) liegen jenseits der 40 Prozent. Das Gros (nämlich 57 Prozent) des Wiener Humankapitals verfügt weiterhin über eine sekundäre Ausbildung, in allen Städten liegt der Anteil bei 47,3 Prozent. ,,Wien befindet sich in einem Strukturwandel. Wissensintensive Dienstleistungen laufen der Industrie zunehmend den Rang ab", erklärt Fritz. Es sei daher darauf zu schauen, dass auch das Humankapital entsprechend angepasst werde, da gerade in diesen Bereichen eine tertiäre Ausbildung gefragt sei. Frühe Differenzierung Eines der Probleme sei überhaupt, junge Leute in entsprechende Ausbildungen zu bringen. ,,Unser Bildungssystem differenziert zu früh -das wird gerade bei dem hohen Migrationsanteil in Wien oft zum Problem", sagt der Experte weiter. Schließlich zeige sich, dass die vorhandene Bildung stark nach der sozialen Schicht und ethnischen Herkunft differiere. Um dem gegenzusteuern, sei etwa die Förderung der frühkindlichen Bildung ein erster wesentlicher Schritt. mehr Wien…
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