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Richard Lugner lässt Michael Häupl keine Ruhe

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von Michael Vorauer | 28.12.2011 | 13:33

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Richard Lugner lässt Michael Häupl keine Ruhe

Wiener EKZ-Betreiber Richard Lugner startet einmal mehr eine Inititive zur Liberarlisierung der Öffnungszeiten. Dabei denkt Lugner schon an den nächsten Advent und wünscht sich eine Verordnung vom Wiener Bürgermeister.

Wien. Die Ladenöffnungszeiten lassen den Einkaufszentren-Betreiber keine Ruhe und Richard Lugner lässt darum auch dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl keine Ruhe. „Es kann doch nicht sein, dass etwas in Deutschland funktioniert und bei uns in Wien nicht", sagt der Lugner City-Chef im Gespräch mit dem WirtschaftsBlatt. In Städten wie Berlin oder München funktioniere eine Ladenöffnung an ausgewählten Sonntagen problemlos.

Deshalb startet Lugner einmal mehr einen Anlauf zur Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten in Wien. Derzeit sammelt er die Betreiber von Wiener Einkaufszentren wie etwa Riverside, Columbus Center, Gerngross oder Millenium City um gemeinsam bei Bürgermeister Häupl vorzusprechen. Dabei denkt Lugner schon an die nächste Adventzeit. Ziel seiner Initiative sei eine Verordnung des Bürgemeisters, die erlaube an den Adventsamstagen die Geschäfte statt bis 18 Uhr bis 21 Uhr zu öffnen. Am 23. Dezember, im kommenden Jahr ein Sonntag, will Lugner von zwölf bis 18 Uhr aufsperren: „Da sind wir (die EKZ-Betreiber, Anm.) uns aber noch nicht einig. Das wollen nicht alle." Lugner weiter: „Es geht dabei sowohl um die Kunden als auch um die Mitarbeiter. Alle wollen in Ruhe einkaufen."

Mit ähnlichen Initiativen ist Lugner freilich bisher im Wiener Rathaus auf taube Ohren gestossen. Auch die Wirtschaftkammer Wien stemmt sich immer wieder gegen eine Liberalisierung der Öffnungszeiten, vor allem am Sonntag.

Dickes Plus

In seinem eigenen EKZ im 15. Wiener Gemeinedebezirk laufen die Geschäfte laut Lugner bestens: „Wir werden ein ordentliches Plus haben." Nach ersten Berechnungen im Okober lag die Lugner City bei einem Umsatzplus von zwölf Prozent für 2011 auf 144 Millionen €. Im Weihnachtsgeschäft hat Lugner bis zum Heiligen Abend ein Umsatzminus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingefahren. "Das haben wir am Dienstag aber mehr als wett gemacht und werden auch im Weihnachtsgeschäft unterm Strich ein Umsatzpus haben", sagt Lugner.

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