von Eva Komarek | 22.02.2012 | 00:32
Siemens baut Bereich Nahverkehr aus
Investition. Die Siemens AG Österreich plant eine Investition in der Höhe von 50 Millionen € in den Standort Simmering.
Siemens-Chef Hesoun investiert ins Werk Simmering
Wien. Mit der Verlagerung der weltweiten Verantwortung für den Bereich schienengebundener Fahrzeuge für den Personennahverkehr nach Wien im Herbst vergangenen Jahres plant die Siemens AG Österreich nun auch eine Investition in der Höhe von 50 Millionen € in den Standort Simmering, sagt Siemens Österreich-Chef Wolfgang Hesoun. Die Leitung der Division "Metros, Coaches und Light Rail" wurde Sandra Gott-Karlbauer übertragen und umfasst U-Bahnen, Straßenbahnen sowie Fahrzeuge für den fahrerlosen Betrieb und Reisezugwagen. Konkret werden die Logistikflächen und die Oberflächenbearbeitung gebündelt und die Aluminiumbearbeitung erweitert, sagt Gott-Karlbauer. Zudem sollen die Mitarbeiter von derzeit 750 um rund 200 aufgestockt werden.
Wachstumsmarkt
Den Weltmarkt für Metros und Straßenbahnen beziffert Gott-Karlbauer mit rund sieben Milliarden €. Jährlich wachse er um vier bis fünf Prozent. Siemens hat von diesem Umsatzkuchen eine Milliarde €und belegt damit Platz fünf. Das soll sich aber bis 2015/2016 ändern. "Unser Ziel ist es im Nahverkehr unter die Top 3 zu kommen", sagt die Divisions-Chefin. Dazu muss der Bereich um 50 Prozent auf 1,5 Milliarden €Umsatz wachsen. Derzeit sind die Top 4 in diesem Bereich Bombardier, Alstom und die beiden chinesischen Konzerne CNR und CSR. Gelingen solle dies über die Weiterentwicklung der Fahrzeuge, durch die Erschließung neuer Märkte vor allem in Amerika und Asien und die Stärkung des Vertriebs. "Beim Vertrieb haben wir wesentliche Vorteile, weil Siemens in sehr vielen Ländern schon vor Ort ist", sagt Gott-Karlbauer. Bei der technischen Entwicklung setzt sie auf eine Verbesserung der Lebenszykluskosten, die ein immer wichtigeres Entscheidungskriterium für einen Auftrag werden.
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