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Sports Experts kickt fremde Marken raus

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von Thomas Pressberger | 22.11.2011 | 00:35

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Sports Experts kickt fremde Marken raus

Der Sporthändler Sports Experts will seine Eigenmarken stärken, was andere Anbieter den Regalplatz kosten wird. Beim Personal soll es ebenfalls Bewegung geben.

Sports Experts

Sports Experts-Marketingleiter Michael Rumerstorfer will den Umsatzanteil der Eigenmarken auf 20 Prozent steigern

Wien. Die Intersport Eybl-Tochter Sports Experts will mit einer Marketingoffensive ihre Eigenmarken stärken und bei der Beratung einen Qualitätssprung hinlegen. Eine 1,7 Millionen €schwere Positionierungskampagne soll die vier Eigenmarken HT, Sports Equipment, Republic Sports und Wilder Kaiser in den Regalen in den Vordergrund rücken und den derzeitigen Umsatzanteil von rund 15 Prozent in den nächsten Jahren auf 20 Prozent steigern.

"Die Marken sollen sich zu Qualitätsmarken entwickeln und im mittleren Preissegment liegen", sagt Sports Experts-Marketingleiter Michael Rumerstorfer. Andere Marken werden dieser Strategie zum Opfer fallen, wie zum Beispiel Tom Tailor oder Esprit. Es soll sich aber nur um jene Labels handeln, die keinen direkten Sportbezug haben. Alle anderen rund 300 Marken sollen dadurch nicht betroffen sein. Der Vorteil der Eigenmarken: "Wir können sie selber steuern", sagt Rumerstorfer.

Bessere Beratung

Ein zweiter Schwerpunkt liegt beim Service. Die Zahl der Mitarbeiter ist von 407 im Jahr 2007 auf derzeit 595 gestiegen. "Wir wollen Beratung auf hohem Niveau", sagt der Marketingleiter. Um hohe Serviceund Dienstleistungsstandards zu erreichen, werden nicht nur mehr Mitarbeiter eingestellt, sondern auch deren Kompetenzen erweitert. Das Helfen beim Einladen der Ware ins Auto soll da nicht ausgenommen sein.

Sports Experts betreibt 27 Filialen in Österreich, im Frühjahr 2012 kommen laut Plan zwei bis drei dazu. In Österreich soll mit 32 bis 35 Filialen der Plafond erreicht sein. Am 2. November öffnete der Online-Shop, der sich laut Rumerstorfer gut entwickelt. Mittelfristig ist ein Umsatzanteil von zehn Prozent geplant. Das Potenzial soll aber größer sein, in Deutschland erzielt die Branche Werte von bis zu 30 Prozent.

Zweiter Versuch

Sports Experts ist die Fachmarkt-Schiene von Intersport Eybl. Der Umsatz der Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2010/11 um 2,5 Prozent auf 410 Millionen €. Wie das WirtschaftsBlatt bereits berichtete, plant Sports Experts einen Neustart in Deutschland. Neben den Standorten in Regensburg und München sollen laut Sport Eybl &Sports Experts-Vorstand Peter Wahle noch weitere folgen.

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