Mittwoch, 23. Mai 2012 a  
Dialog-backdrop
Artikel versenden

Wiener Kinos Kepler, Gloriette sperren zu, Metro baut um

Geben Sie hier die E-Mail-Adresse des Empfängers ein (z.B. m.mustermann@wb.com). Mehrere Empfänger werden durch Komma getrennt.

09.01.2012 | 14:45

A- A A+ Drucken Artikel weiterempfehlen zu den Kommentaren

Wiener Kinos Kepler, Gloriette sperren zu, Metro baut um

Die Wiener Kinolandschaft erfährt derzeit, nicht zuletzt durch die fortschreitende Digitalisierung, einige umfangreiche Veränderungen: Das Kepler Kino in Favoriten hat bereits für immer seine Pforten geschlossen - im Februar folgt das Gloriette Kino in Penzing. Mit heute, Montag, sperrt auch das Metro Kino zu - allerdings nur vorübergehend, um im Herbst mit einem "innerstädtischen Filmkulturzentrum" wiederzueröffnen, wie es gegenüber der APA hieß. Und während das Stadtkino mit einem Umzug ins Künstlerhauskino liebäugelt, baut das englischsprachige Haydn-Kino auf der Mariahilfer Straße noch einen Saal dazu.

Schon in den vergangenen Jahren haben mit dem Flotten-Kino, dem Tuchlauben-Kino oder dem Auge Gottes langgediente Häuser zugesperrt, auch die Breitenseer Lichtspiele unweit vom Gloriette Kino stehen seit Jahren kurz vor dem Zusperren. "Es werden wohl noch einige Kinos verschwinden", zitierte zuletzt der "Kurier" Christian Dörfler vom Wiener Fachverband für Lichtspieltheater. Der Chef des Haydn Kinos, das auf der Mariahilfer Straße floriert und mit der Entstehung eines benachbarten Einkaufszentrums auch einen vierten Kinosaal dazubekommt, sieht die Digitalisierungskosten als Hauptgrund für die ausweglose Situation vieler Häuser.

Für Werner Müller vom Fachverband der Film- und Musikindustrie ist das nicht der einzige Grund, schließlich würden die Betreiber auch von Stadt und Bund und neuerdings - auf freiwilliger Basis - von den Verleihern beim Umbau unterstützt. "In Wien hat es Überkapazitäten gegeben", so Müller, "auch das Cineplexx Reichsbrücke hat ja zuletzt zugesperrt." In Wien ist die Zahl der Kinos seit 1988 von 59 auf 36 geschrumpft, dafür ist der Digitalisierungsgrad mit weit über 50 Prozent schon sehr hoch. Müller rechnet damit, dass bis Ende des Jahres die meisten Kinos zumindest ihre Digitalisierungsabsicht bekundet haben werden - ansonsten verfällt der Anspruch auf öffentliche Unterstützungen.

Auf öffentliche Unterstützung muss indes das Metro Kino bei seinem Umbau verzichten, der die Beletage über dem bisherigen Saal in einen zweiten, multifunktional verwendbaren Saal verwandeln soll. Die rund 300 Quadratmeter große Fläche wird laut Ernst Kieninger vom Filmarchiv Austria, dem Eigentümer des Kinos, künftig für eine kombinierte Bespielung aus Film und Ausstellung nutzbar sein. Eröffnet soll das "innerstädtische Filmkulturzentrum" mit der Viennale werden, die künftig möglicherweise dafür auf ein anderes seiner Kinos verzichten muss. Es ist kein Geheimnis, dass das sanierungsbedürftige Wiener Stadtkino Interesse an einer Übersiedelung ins Künstlerhauskino hat - offiziell schweigen die Institutionen aber noch zu diesen Plänen.

(APA)

Kommentare… Kommentar hinzufügen…

1 Kommentar

Das Auge Kino hat auch zugesperrt.

Dafür haben wir eine Viennale. Da kann man 17 Tage lang ur langweilige Filme anschaun, sich um Plätze prügeln, weil es keine Platzkarten gibt und sich mordsmäßíg intelleküll vorkommen

Von Gast: Gast: Unzulässige am 09.01.2012 um 14:51

Beleidigend? Anstößig? Kommentar meldenAntworten

mehr Wien…

Gefundene Orte

Gefundene Personen

Keywords

mehr Fotogalerien>

Fotogalerien 

  • colourbox
    Erfindungsranking

    Österreichs innovativste...

    WB/Peroutka
    Bau-Skandal

    Besuch im Skylink-Terminal

  • Hypo

    Die Manager des Flops

    Wiener Hauptbahnhof

    Ausblick auf die Großbaustelle

mehr Fotogalerien>

Fotogalerien 

  • IT-Riesen

    Die Köpfe des Web

    Die Cashcows im Internet

    Die zehn Websites, die am...

  • Lionel Messi/EPA
    Top-Marktwerte

    Die teuersten Fußballer der Welt

    U-Ausschuss: Buwog

    Das Who is Who des...

mehr Fotogalerien>

Fotogalerien Karriere

  • Watchlist Mai

    Menschen in Bewegung

    Watchlist April:

    Menschen in Bewegung