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Dialog-backdrop „Arbeitsmarkt ist noch zu gut für die Wirtschaftslage"Johannes Kopf, Vorstand des AMS, stellt sich auf „viele schlechte Jahre ein". Lichtblick: Rund 60 Prozent der Unternehmen halten den Arbeitsmarkt zumindest in Bewegung.
Es ist eine unerwartete Hiobsbotschaft mitten in ohnehin äußerst angespannten Zeiten am Arbeitsmarkt: „Wir stehen heuer eigentlich besser da, als es die BIP-Entwicklung erlaubt", sagt Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS) im Gespräch mit dem WirtschaftsBlatt. Konsequenz: Der AMS-Chef will schon jetzt alle Beteiligten darauf vorbereiten, „dass wir uns auf viele Jahre schlechter Arbeitsmarktentwicklung einstellen müssen." Kopf hat zur Jahresmitte aber nicht nur unangenehme Botschaften parat. Die gute lautet: Der Jobmarkt bleibt in Bewegung. Dafür sorgen heuer und im nächsten Jahr rund ein Fünftel der Betriebe, die weiter wachsen oder neu gegründet werden sowie rund 40 Prozent der Unternehmen, die die Beschäftigung stabil halten wollen - und aufgrund von Fluktuation ebenfalls den einen oder anderen neuen Mitarbeiter brauchen. Zuviele Mitarbeiter Der Reihe nach: Wenn die Wirtschaft um 3,5 bis vier Prozent schrumpft, das Minus bei der Beschäftigung aber aktuell „nur" 1,6 Prozent ausmacht, ist für den Arbeitsmarktexperten klar: „Die Personenproduktivität sinkt, und zwar massiv. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Betriebe eigentlich noch zuviele Leute haben." Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen setzt die Politik Akzente, etwa in Form des Kurzarbeits-Modells. Zum anderen „zeigen die Daten auch, dass sich die Unternehmen bemühen, ihren Personalstand möglichst lange zu halten." Für 2009 ergibt sich dadurch die erwähnte positive Verzerrung. Und die längerfristige Entwicklung? Kopf: „Wenn die Konjunktur wieder anspringt, wird man das am Arbeitsmarkt lange nicht sehen, da die Betriebe noch genügend Ressourcen haben." Große Bugwelle Last but not least wird auch der Andrang von zusätzlichen Arbeitskräften früher oder später wieder zunehmen. „Wer jetzt kann, geht in Pension. Ausländer bleiben zuhause, weil sie schlechte Jobaussichten haben. Bei Wiedereinsteigerinnen ist es ähnlich. Und Jugendliche, die mit der Ausbildung fertig sind, hängen noch eine andere an", skizziert Kopf, warum das Arbeitskräftepotenzial derzeit eher sinkt. Sobald die Wirtschaft wieder anzieht, wird ein Gutteil dieser Menschen auf Stellensuche gehen. Dann gilt es, diese Bugwelle aufzufangen. Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Wirtschaftspolitik…
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9 Kommentare
das ist mal eine Aussage die Tatsache ist
....Wer jetzt kann, geht in Pension. Ausländer bleiben zuhause, weil sie schlechte Jobaussichten haben. Bei Wiedereinsteigerinnen ist es ähnlich. Und Jugendliche, die mit der Ausbildung fertig sind, hängen noch eine andere an", ....
Jetzt sollten die Politiker überlegen, was sie diesem unterstützend noch hinzugeben müssen.
Es gibt genug offene interessante freie Stellen - wohlgemerkt - fixe Stellen - was noch unbeschreiblich hindert, ist die Tatsache das manchen "Suchende" derart selbstüberschätzt Lohn/Gehalt fordern. Es ist alles gesetzlich geregelt - nur wird es in Zeiten wie diesen wenig Unternehmen geben die hoch über den KV zahlen + sonst noch was!
Von Gast: Gast: Personal am 14.07.2009 um 18:34
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Re: Peter
Es gibt keine Firmen, die "hoch über den KV zahlen" ...
... es gibt aber GENÜGEND Firmen, die UNTER dem KV zahlen, weil sich immer jemand findet, der um das Geld zu arbeiten beginnt!
Wer ist jetzt der Depp? Die Firma oder der "Arbeitslose"?
Von Gast: Gast: Peter am 16.07.2009 um 15:29
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AMS ist eine riesige lahmende Organisation
AMS ist eine riesige lahmende Organisation, die große Anzahl von Leute die zwischen zwei Jobs stehen, verwaltet.
Von Gast: Gast: ASVG-Sklave am 11.07.2009 um 14:39
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Re: Dafür ...
... ist das AMS doch da?!
Es ist nun mal klar, wenn z. B. 10 Personen keinen Job haben und 1 Stelle frei ist, daß man 9 Personen "nur" verwaltet.
Oder soll das AMS die anderen 9 Stellen mittels Glaskugel hervorzaubern?
Von Gast: Gast: Peter am 12.07.2009 um 21:49
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Unglaublich!
Diese Aussagen des AMS sind absolut vernünftig und offensichtlich sehr überlegt. Nicht nur, dass von AMS praktisch nie vernünftige Aussagen zu hören waren, es eine Wohltat einen solchen Bericht einer Behörde lesen zu dürfen. So könnte Schritt für Schritt das Vetrauen der Bevölkerung and die Verwaltung und die Politik hergestelt werden.
Von Gast: Gast: ET am 09.07.2009 um 19:35
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Re: Aus eigener Erfahrung
Mittlerweile ist man beim AMS so vernünftig, daß man als Betroffener nicht jede Woche 5 Sinnlos-Bewerbungen an UNternehmen verschicken muß. Das AMS-Management hat in Zeiten der Krise endlich dazugelernt und seinen Mitarbeiter offensichtlich durchdachte Anweisungen erteilt.
Von Gast: Gast: Gast am 10.07.2009 um 08:02
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Re: Re: AD:jede Woche 5 Sinnlos-Bewerbungen
Dies hat nichts mit der Vernunft des AMS zu tun, vielmehr gibt es diesbezüglich eine Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes, welche einen Riegel gegen diesen Unsinn vorgeschoben hat.
Gerichtstyp VwGH Erkenntnis
Geschäftszahl 2006/08/0099
Entscheidungsdatum 20070704
Veröffentlichungsdatum 20070726
Von Gast: Gast: NoNaNedNaNa am 10.07.2009 um 09:31
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Re: Re: Re: Unsinn NoNaNedNaNa!
entweder Erkenntnis nicht gelesen oder Hobbyjurist...oder beides....
Mitnichten hat der VwGH dies im Erkenntnis ausgesprochen, Sondern nur konkret bei Erwerbslosen, die sich im Gründungsstadium befinden; darübehinaus wegen mangelnder Bescheidbegründung der Behörde.
Wie immer Halb-oder Nichtwissen von sich geben und den Lesern falsche Mitteilungen zu machen!
Von Gast: Gast: DerSkeptiker am 14.07.2009 um 09:50
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Re: Re: Re: Re: Wie immer in Österreich!
Entweder nix reden ("... wird schon wieder werden ...") oder Blödsinn reden ("... denen zeig' ich es jetzt! ...").
Die Anzahl jener, die dazwischen liegen und wissen, von was sie reden, wird leider immer geringer ... :-(
Von Gast: Gast: Peter am 14.07.2009 um 12:54
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