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Bankenpaket: Ein Viertel der Dividenden wird nicht fließen

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von Christian Kreuzer | 27.07.2009 | 17:03

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Bankenpaket: Ein Viertel der Dividenden wird nicht fließen

Nach der Hypo Alpe Adria kann auch die ÖVAG die Zinszahlungen an den Bund nicht bedienen. Sie warnte zu Wochenbeginn vor einem Verlust im ­laufenden Jahr.

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ÖVAG-Chef Gerald Wenzel

In Bankenkreisen wurde es länger vermutet, nun ist es amtlich. Nach der Hypo Alpe Adria wird auch die Volksbank AG (ÖVAG) keine Dividenden für die Staatshilfe zahlen. Damit entgehen Finanzminister Josef Pröll heuer 93 Millionen €, die die ÖVAG für das Partizipationskapital in Höhe von einer Milliarde €, zahlen hätte sollen. „Es war absehbar, dass sich die ÖVAG und Hypo in einer schwierigen Ertragslage befinden", sagt Harald Waiglein, Sprecher von Finanzminister Josef Pröll. Entscheidend für die Republik ist, dass die großen Banken wie Bank Austria, die derzeit über Staatshilfe in Höhe von bis zu zwei Milliarden € verhandelt, Erste Group und RZB genügend Gewinne erzielen, um die Dividende zu bedienen.


Sinkende Dividenden


Laut Berechnungen des WirtschaftsBlatts dürfte der Staat heuer Dividenden im Ausmaß von 383,5 Millionen € auf Basis der Kapitalstärkung erhalten - allerdings nur dann, wenn es zu keinen weiteren Ausfällen kommt. „In unseren Berechnungen gehen wir davon aus, dass über einen längeren Zeitraum 75 Prozent der Dividenden geleistet werden", sagt der Sprecher von Pröll. Diese Quote ist aber heuer nicht zu erreichen. Allein durch den Dividendenentgang durch Hypo Alpe Adria und ÖVAG geht die Dividendenzahlung auf 70 Prozent zurück.


Rating verschlechtert


Die Gewinnwarnung der ÖVAG führt die Bank auf die jüngste Verschlechterung des Ratings durch Moody's zurück. Die Agentur hat das Langfristrating von Aa3 auf Baa1 herabgesetzt und das Rating für nachrangige Verbindlichkeiten von A1 auf Baa2. Moody's geht von weiteren substanziellen Risiken und Abschreibungen aus. „Das neue Rating wird unseren Job zwar nicht unbedingt leichter machen, schlaflose Nächte bereitet es aber auch nicht", erklärte ÖVAG-Chef Gerald Wenzel. Über die Höhe des Verlustes wollte die Bank keine näheren Prognosen abgeben. Im ersten Quartal lag das Minus bei 78 Millionen €.


Die Umstrukturierungen innerhalb des Konzern werden wie geplant umgesetzt. So soll die Investkredit, die auch ins Minus gerutscht ist, näher an die Volksbank herangeführt werden. Ob es auch zu Personalkürzungen kommen wird, wollte ein Sprecher nicht sagen.


Die ÖVAG muss die erste Tranche der Staatshilfe (300 Millionen €) im Jahr 2012 zurückzahlen. Durch den Verkauf von fünf Banken an den Volksbanken-Sektor soll das Geld aufgebracht werden.

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2 Kommentare

Schlaflos in Wien

Ich hätte von Herrn Wenzel mehr gehalten, wenn es ihm wenigstens einige schlaflose Stunden bereitet hätte, daß er seine Zinsschulden an den österreichischen Steuerzahler nicht zahlen wird

Von Gast: Gast: Hornbach am 28.07.2009 um 11:05

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Re: Beruhigung ist auch wichtig

In einer Situation, die zwar schwierig aber offensichtlich nicht existenzbedrohend ist: Was würden Sie machen? Den Mitarbeitern und Kunden mitteilen, dass Sie auf der Europabrücke stehen und nicht ausschließen, zu springen? Letztendlich geht es auch darum, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben und zu signalisieren, dass man die Probleme bewältigt und es wieder aufwärts geht. Es war doch allen klar, dass man jetzt die Mühen der Ebene bewältigen muss; vielleicht häte man das auch anders ausdrücken können, aber ich bin überzeugt, dass dem Hern Wenzel das durchaus nicht egal ist; bin übrigens kein (Volks)banker...

Von Gast: Gast: EinSteuerzahlerdersichauchnichtfreut am 28.07.2009 um 11:16

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