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Krise lässt AMS-Schulungen boomen

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31.01.2010 | 11:37

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Krise lässt AMS-Schulungen boomen

In fast allen Bundesländern verzeichnen Schulungen des Arbeitsmarktservice (AMS) starke Zuwächse. Besonders stark ist der Anstieg in Oberösterreich. Dort geht dem AMS deshalb langsam das Geld aus.

APA

Die Wirtschaftskrise führte bundesweit zu einem Ansturm auf die Schulungen des Arbeitsmarktservices (AMS), dem nun zusehen das Geld ausgeht. Insbesondere arbeitssuchende Jugendliche versuchen mit Weiterbildung der Perspektivenlosigkeit zu entkommen, geht aus einem Rundruf der APA in den Bundesländern hervor.

In Wien besuchten Ende Dezember um 8.619 Personen mehr die Schulungen des Arbeitsmarktservices, insgesamt drückten 26.107 Wiener die Schulbank. Verantwortlich dafür war laut AMS Wien unter anderem die Ausweitung der überbetrieblichen Lehrlingsausbildung.

Ein Plus gab es auch in Niederösterreich, dieses fiel mit rund 2.000 auf 10.163 aber vergleichsweise gering aus. "Verglichen damit, dass die Krise so fundamental war, hatten wir aber einen moderaten Anstieg, so das AMS Niederösterreich. Im Mehrjahresvergleich sei der Zuwachs sogar im Normalbereich gelegen.

Das relativ kleine Burgenland kommt auf beinahe genau so viele Schulungen wie der große Nachbar Niederösterreich. Die Zahl der Schulungsteilnehmer stieg von 7.987 im Jahr 2008 auf 9.009 im Vorjahr. Dies bedeutet den zweithöchsten Wert seit 2000, der lediglich 2007 mit 9.174 Teilnehmern noch übertroffen wurden.

Oberösterreich meldet so viele Arbeitssuchende in Schulung "wie noch nie zuvor", wodurch die Mittel bereits knapp würden. Einen generellen Aufnahmestopp gebe es zwar nicht, aber man müsse genau auswählen, welche Ausbildungen aus Fördermittel bezahlt werden. "Es gibt Grenzen, eine Ausbildung zum Hubschrauberpiloten ist nicht Sache des AMS", hieß es zur APA. Mit Stichtag Ende Dezember seien 11.590 Menschen in Schulungen gewesen, das seien 3.723 mehr als im Jahr davor.

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt ziehen sich vom Neusiedler- bis zum Bodensee. So wurden nicht nur in Wien, dem Burgenland und Oberösterreich starke Zuwächse bei Schulungen verzeichnet, auch in der Steiermark gab es 2009 einen traurigen Rekord. Mit 9.108 Schulungen wurde der höchste Wert sei dem Jahr 2000 erreicht, für die Jahre davor gibt es keine Aufzeichnungen. Gegenüber dem Jahr 2008 gab es ein Plus von 2.217 Schulungsteilnehmern.

In Salzburg lief es nicht besser. Auch hier wurde 2009 ein Rekord verzeichnet. Mit Ende Dezember lag die Zahl dann mit 2.662 zwar niedriger als im Rekordmonat November, trotzdem gab es gegenüber dem Dezember 2008 eine Zunahme von beachtlichen 55 Prozent. Das AMS Salzburg hofft, dank leicht gestiegener Fördermittel heuer die Zahl der Schulungsteilnehmer konstant halten zu können.

Einen deftigen Anstieg gab es auch beim Nachbarn Tirol. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 4.298 Zugänge zu Bildungsmaßnahmen registriert, 2009 waren es bereits 5.583. Dramatisch fiel der Anstieg der Schulungsteilnehmer im Dezember 2009 aus. Diese steig im Vorjahresvergleich um 1.163 auf 2.391 Personen (plus 94 Prozent), hieß es auf APA-Anfrage.

Hinter dem Arlberg wurde im Dezember ein Plus von 55 Prozent registriert. Insgesamt waren zu Jahresende 2.399 Personen in diversen Schulungen.

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1 Kommentar

deutschkurs für führungskräfte

"Es gibt Grenzen, eine Ausbildung zum Hubschrauberpiloten ist nicht Sache des AMS".
ja, aber sind deutschkurse für führungskräfte sinnvoll?
ja, weil da entweder die wifi oder das bfi dahinterstecken so schieben sich die parteien wiederum öffentliche gelder ganz gesetzeskonform in den hintern...

Von Gast: Gast: sirnicha am 01.02.2010 um 15:20

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