von APA | 10.02.2012 | 00:32
Eurokrise lastet auf Austro-Wirtschaft
Konjunktur. Das Wifo prognostiziert auch für das erste Quartal kein Wachstum für Österreich. Die Stagnation dürfte sich bis zum ersten Halbjahr fortsetzen.
Österreichs Wirtschaft hat im zweiten Halbjahr 2011 deutlich an Dynamik eingebüßt, so Wifo-Chef Karl Aiginger
Wien. Österreichs Wirtschaft ist nach Feststellung des heimischen Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) durch "ungelöste Probleme in der Europäischen Währungsunion" belastet. Durch die ungünstige Entwicklung im Euroraum sei im zweiten Halbjahr 2011 die weltweite Konjunktur gedämpft worden, und auch die österreichische Wirtschaft habe im Vorjahr erheblich an Dynamik eingebüßt, stellen die Wirtschaftsforscher des Instituts fest. Die heimische Wirtschaft dürfte im ersten Quartal nicht wachsen, wiewohl auch Anzeichen einer Konjunkturstabilisierung zu erkennen seien.
Die Unsicherheit von Privathaushalten und Unternehmen wegen der anhaltenden Vertrauenskrise bezüglich der öffentlichen Finanzen sowie die Verschärfung der Sparanstrengungen in fast allen Ländern des Euroraumes schwächen die Nachfrage, erklärte das Wifo in seinem monatlichen Konjunkturbericht. Die Konjunkturindikatoren würden auf eine Stagnation der Wirtschaft im Euroraum im Schlussquartal 2011 sowie im ersten Vierteljahr 2012 hindeuten.
Impulse verringert
Für Österreichs Wirtschaft hätten sich die Impulse aus dem Ausland aufgrund der schwachen Entwicklung im Euroraum verringert. Privatkonsum und Ausrüstungsinvestitionen würden sich dagegen weitgehend stabil entwickeln. Im vierten Quartal dürfte sich das österreichische Wirtschaftswachstum neuerlich verlangsamt haben - die Wifo-Schnellschätzung zum BIP Ende 2011 kommt nächsten Mittwoch.
Die künftige Entwicklung der österreichischen Wirtschaft werde im Wifo-Konjunkturtest ungünstiger eingeschätzt als die aktuelle Lage. Das deute auf eine Fortsetzung der aktuellen Stagnation in der ersten Jahreshälfte 2012 hin.
2 Kommentare
Man sollte aber noch einmal festhalten...
... es ist nicht der Euro der an der Misere schuld ist, es es die miserable Standortpolitik die in Österreich betrieben wird. Und auch ohne Euro wäre somit das Risiko von "Außen" schlagend geworden. Bei durchaus löblichen 60% Exportquote und einer derart gut vernetzten europäischen Wirtschaft sind die Probleme des einen Staates immer auch die Sorgen des anderen. Daher ist es richtig sich in Krise beizustehen.
Von Gast: csag8074 am 10.02.2012 um 12:59
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Eurokrise schon seit dem Jahr 2000?
Industrieproduktion in der Gesamtindustrie ohne Baugewerbe im Euro-Raum (saisonbereinigt, reale Werte).
Basis 2005 = 100%
2001: 96,3%
2002: 96,1%
2003: 96,4%
2004: 98,5%
2005: 100%
2006: 104,2%
2007: 108,3%
2008: 106,5%
2009: 90,8%
2010: 97,5%
2011: 101,2% (11 Monate)
Es wurde also ein bereinigtes Wachstum in 10 Jahren von gerade einmal 5,4% geschaffen.
Die Daten zum Baugewerbe:
Basis 2005 = 100%
2001: 95,7%
2002: 96,4%
2003: 97,4%
2004: 97,6%
2005: 100%
2006: 103,4%
2007: 105,1%
2008: 99,7%
2009: 91,9%
2010: 84,5%
2011: 83,3% (10 Monate)
Auf die Bevölkerungszahl gerechnet noch viel dramatischer!
EU = Staatswirtschaft und Förderwirtschaft = Planwirtschaft = Mangelwirtschaft!
Datenquelle:
http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/download/konindikat/ki05.xls
Die EU Kommunisten = Planwirtschafter = Mangelwirtschafter haben schon abgewirtschaftet!
Von Gast: Gast: ET am 10.02.2012 um 12:22
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