von APA/semp | 19.02.2012 | 12:59
Fekter: "Sparpaket ist großes Strukturreformpaket"
Sparpaket. Finanzministerin Maria Fekter wehrt sich gegen Kritiker und preist das Regierungs-Sparpaket als "großes Strukturreformpaket".
Für Finanzministerin Maria Fekter ist das österreichische Sparpaket ein gelungener Entwurf
Wien. Finanzministerin Maria Fekter hat am Sonntag in der ORF-Pressestunde das Sparpaket der Regierung als "großes Strukturreformpaket" verteidigt. Zugleich rührte sie in der "Pressestunde" die Werbetrommel für eine Steuerreform zugunsten von Familien, die sie in dieser Legislaturperiode noch "vorlegen" will und die wohl Wahlkampfmunition der ÖVP werden soll.
Demonstrativ optimistisch zeigte sich die Ministerin, was das Steuerabkommen mit der Schweiz sowie eine Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene angeht. Ein klares Nein zu einer höheren Grundsteuer kam von ihr nicht, dieses Thema sei Gemeindesache und müsse daher im Rahmen des Finanzausgleichs diskutiert werden.
"Reformdialog gestartet"
Mit dem Sparpaket habe man einen "enormen Reformdialog" gestartet, wies Fekter Kritik, die Regierung habe zu wenig Strukturmaßnahmen gesetzt, zurück. Allein mit den geplanten Maßnahmen im Bereich des Förderwesens setze man "70 Vorschläge des "Rechnungshofs" um. Davon, dass die Bundesländer zu wenig in die Pflicht genommen würden, wollte sie ebenfalls nichts wissen. Diese seien nicht zuletzt mit Einsparungen im Gesundheitsbereich massiv gefordert. Im Umkehrschluss hielt sie fest, dass Sparmaßnahmen im Gesundheitsbereich primär Ländersache seien.
Die Finanztransaktionssteuer ist auf EU-Ebene nach Fekters Interpretation derzeit im "Gesetzwerdungsprozess", ihre Einführung sei mit 2014 geplant, deshalb habe man dies auch in den Budgetpfad "eingestellt". Ähnlich verhalte es sich mit dem angestrebten Steuer-Abkommen mit der Schweiz: Mittlerweile sei ein entsprechender offizieller Brief nach Bern ergangen, und im April soll es ein Treffen mit ihrer Amtskollegin Eveline Widmer-Schlumpf geben, berichtete sie. Bedenken der EU-Kommission anlässlich des deutschen Abkommens mit den Eidgenossen können ausgeräumt werden, zeigt sich Fekter zuversichtlich.
Familien als Wahlkampfthema
Fekter vermittelte auch eine Vorschau auf ein Wahlkampfthema der Volkspartei für die Nationalratswahl im kommenden Jahr. Als eine Art Opus magnum schwebt ihr bekanntermaßen eine Steuerreform vor, und diese wolle sie "unbedingt in dieser Legislaturperiode noch vorstellen", kündigte sie an. Zentrale Punkte seien eine Vereinfachung des Steuersystems, eine Senkung des Eingangssteuersatzes und vor allem ein Lieblingsthema der ÖVP, nämlich die Familien: Diese würden, zumal im Mittelstand, steuerlich überhaupt nicht profitieren können, künftig soll es nach Fekters Vorstellungen deshalb einen Absetzbetrag für Unterhaltsleistungen geben.
Fekter nannte als Vorbild Deutschland mit einem "steuerfreien Unterhalt für die Kinder von 7.000 Euro pro Jahr". Die in Österreich an Familien üppig vergebenen Transferzahlungen aber sollen ebenfalls erhalten bleiben. Fekter schwebe aber eine Art Wahlmöglichkeit zwischen dem Bezug von Direktzahlungen und Freibeträgen vor, hieß es auf APA-Nachfrage vonseiten ihres Sprechers. Die Ansage Fekters kann wohl auch als Versuch gelten, der SPÖ Paroli zu bieten - diese hatte kurz nach Präsentation des aktuellen Spar- und Steuerpakets begonnen, weitere Steuerwünsche, konkret im Vermögensbereich, zu artikulieren.
Rund um die 2014 geplante neue Hauptfeststellung der Einheitswerte für landwirtschaftlichen Grundbesitz hatte es zuletzt eine Debatte über eine mögliche Erhöhung der Grundsteuer gegeben. Ob eine solche kommen soll oder nicht, beantwortete die Finanzministerin am Sonntag nicht eindeutig. Diese Steuer gehe ja an die Kommunen und sei daher "Teil der Verhandlungen im Finanzausgleich - und dort will ich das auch haben". Sie begrüße aber "eine Wartung des Einheitswertsystems, das ja schon sehr alt ist und in der jüngeren Vergangenheit etwas vernachlässigt" worden sei.
6 Kommentare
Nur noch kranke Propaganda!
Seit Regierungsantritt, also seit 2008, haben die Versager den Österreichern satte 40.000 Mio. Euro an zusätzlichen Schulden aufgehalst. Das waren 11.000.- Euro pro Haushalt!
Auch 2012, nach dem Sparpaket, kommen noch einmal gut 8.000 Mio. Euro an offiziellen Schulden dazu.
Die Staatsausgaben werden auch in den nächsten Jahren schneller steigen also das BIP oder auch die Teuerungsrate. Alles schon geplant und im Strategiebericht des BMF nachzulesen.
Dieser Wahnsinn, Staatsausgaben über mehr als 150.000 Mio. Euro pro Jahr (44.000.- Euro pro Haushalt!) braucht natürlich eine Finanzierung. So werden die Totalversager zig Milliarden mit der kalten Progression holen (keine Steuererhöhung?) und dazu noch weitere Abgaben und Gebühren erfinden.
Vielleicht reicht es um die Finanzmärkte zu blenden, die Österreicher werden diese Versager (möglicherweise samt Oppositionsbonzen) aber schon bald in die Wüste Gobi exportieren.
Von Gast: Gast: ET am 19.02.2012 um 17:18
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Re: Auch Ich stimme Ihnen zu
und hoffe wie Sie das auch genügend der Bürger und die Bürgerinnen das erkennen und ein markantes Zeichen bei der nächsten Wahl setzen.
Da fällt mir aber gerade ein, was ist eigentlich die Alternative?
Ich wünsche uns allen sehr viel Glück und Frieden.
Von Gast: SagINet am 20.02.2012 um 10:20
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Re: Re: Es gibt keine demokratische Heilung!
Der Filz, auch die vom VfGH vollkommen verdrehte Interpretation der Verfassung, sind einfach viel zu dicht und überwuchern alles, als dass es eine Heilung mit demokratischen Mittel geben wird können.
Das wird dann noch damit garniert, dass sich nur Parteien bewerben, welche das Recht zum Abkassieren (in eigener Sache!) sehen, nicht aber die Verantwortung für Österreich und die Österreicher.
Wenn man das verstanden hat, auch die Konsequenzen berücksichtigt, dann bleibt für Menschen, welche ein selbstbestimmtes Leben führen wollen, wohl nur die Flucht. Glück, Freiheit, Eigenverantwortung und (Seelen)frieden, diese zentralen Werte im Leben der meisten Menschen, diese wird man wohl in Österreich kaum mehr verwirklichen können.
Bleibt wohl nur die Flucht in die Freiheit!
Von Gast: Gast: ET am 20.02.2012 um 12:50
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Re: Die Daten zur kalten Progression!
Nur die kalte Progression spült doch jedes Jahr zwischen 1 und 2 Mrd. mehr in die Staatskassen, wo diese Einnahmen auch gleich wieder verprasst werden. Annahme durchschnittlich 1,5 Mrd. Euro pro Jahr durch die kalte Progression.
2012: 1,5 Mrd.
2013: 3,0 Mrd.
2014: 4,5 Mrd.
2015: 6,0 Mrd.
2016: 7,5 Mrd.
Über die kommenden Jahre werden die Grausigen den armen Österreichern, und immer ärmeren Österreichern, also doch zusätzlich 22.500 Mio. Euro aus den Taschen ziehen und damit deren Leistungen noch mehr abkassieren.
Diese Milliarden wurden einfach "vergessen"!
Es ist doch nur noch ein stinkender Misthaufen!
Von Gast: Gast: ET am 19.02.2012 um 17:19
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Re: Re: Ich stimme Ihnen ...
... vollkommen zu.
Jene Parteien, die jetzt gerne als "Retter der Nation" vor die Presse treten, haben in den vergangenen Legislaturperioden diese enormen Schulden verursacht.
Man denke nur an die Geschenke der letzten Wahlen ...
... da wurden Zugeständnisse gemacht und mit Milliarden um sich geworfen, als gäbe es kein Morgen mehr.
Allerdings glaube ich nicht, dass die Österreicher die Regierung in die Wüste Gobi schicken werden, denn ...
1) ... ist der gelernte Österreicher "Politiksenil".
2) ... fängt der gelernte Österreicher immer beim Anderen zu zu sparen an ("Bevor die mir was wegnehmen, sollen lieber die anderen zahlen!").
3) denkt sich der gelernte Österreicher, dass "die anderen Parteien" auch nix besser machen werden.
Zum Teil kann ich das ja auch verstehen, denn wenn man die letzten Monate beobachtet, kann man nur ein absolutes Versagen der Opposition feststellen.
Ich wünsche uns allen Glück, denn das werden wir brauchen!
Von Gast: Gast: _Peter_ am 19.02.2012 um 18:27
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Re: Re: Re: Würde mich nicht aufs Glück verlassen, würde Handeln empfehlen!
In Ö gibt es wenig Hoffnung auf ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben. Daher ist es nur logisch, wenn man sich einen Platz sucht wo man die Freiheit hat das Leben selber bestimmen zu können. Flucht ist besser als eine Hoffnung auf Glück.
Von Gast: Gast: ET am 20.02.2012 um 12:53
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