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Österreich bleibt weiterhin Steueroase

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von Evelin Past | 05.10.2011 | 15:47

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Österreich bleibt weiterhin Steueroase

Österreich ist unter den am wenigsten transparenten Finanzplätzen der Welt gelistet. Im Schattenfinanzindex liegt das Land auf Platz 17, zwischen den Marshall Inseln und Dubai.

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Der Finanzplatz Österreich ist laut "Schattenfinazindex" eine Oase für Steuerhinterzieher.

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Netzwerks Steuergerechtigkeit

Schattenfinanzindex 2011: Die Top-30

Facts

Das Ranking listet 73 Länder und Gebiete nach dem Grad ihrer Intransparenz im Finanzsektor auf. Die Intransparenz wird anschließend mit dem Anteil der Länder am Weltmarkt für grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen gewichtet und so eine Gesamtwertung ermittelt. Zu den wichtigsten Kennzeichen gehören dabei das Bankgeheimnis, Eigentümerstrukturen bei Trusts, Treuhandschaften und Stiftungen sowie Kooperation der Behörden.

Österreich steht mit der Reihung im „Schattenfinanzindex" (Financial Secrecy Index, FSI), gemeinsam mit 73 anderen Ländern am Pranger als Steuer- und Verdunklungsoase. Der Index kommt vom Tax Justice Network (TJN) - einer Vereinigung, die sich vor allem aus globalisierungskritischen Organisationen wie Attac zusammensetzt. Das TJN veröffentlichte den sogenannten „Schattenfinanzindex" (Financial Secrecy Index, FSI) bereits zum zweiten Mal. Österreich belegt Platz 17. Was bedeutet, dass nur noch in 16 andere Staaten der Welt leichter Steuern hinterzogen werden können und Geld intransparenter geparkt werden kann als hierzulande.

Warum Österreich gelistet wird

Das Bankgeheimnis und Österreichs Blockade des automatischen Informationsaustausches über Zinserträge in der EU sind die Gründe für die schlechte Platzierung. Kristisiert werden darüber hianus die zum Teil schwachen Offenlegungspflichten in Österreich. „Das Abschneiden Österreichs ist beschämend. Der Schattenfinanzindex zitiert sogar einen US-Regierungsbericht zum Drogenhandel, der die Bedeutung der Geldwäsche im österreichischen Bank- und Finanzsystems betont", sagt David Walch von Attac Österreich zum Ergebnis.

Im Vergleich zur ersten Veröffentlichung des Schattenfinanzindex konnte sich Österreich allerdings verbessern. Damals lag das Land noch auf Platz 12. Angeführt wir die aktuelle Liste übrigens von der Schweiz, gefolgt von den Cayman Islands und Luxemburg.

EU trifft Teilschuld

Unter den Top 20 im diesjährigen Index sind laut Tax Justice Network beinahe die Hälfte Mitglieder der EU oder von einem Mitglied abhängige Gebiete wie die British Virgin Islands. Auf Platz neun etwa liegt Deutschland. Das Land verliert durch die Größe des Finanzzentrums Frankfurt, obwohl es von seinen gesetzlichen Bestimmungen her als weniger intransparent einzustufen sei, heißt es in der Erhebung.

Für Index-Coautor Markus Meinzer trägt die EU einen guten Teil der Verantwortung dafür, Probleme wie Kapitalflucht und Steuervermeidung zu lösen. "Schattenfinanzzentren sind nicht nur mitverantwortlich für die Finanzkrise sondern spielen auch eine wichtige Rolle beim Zustandekommen der Eurokrise", so Meinzer. Den Staaten entgehen laut Index jährlich ungefähr 250 Milliarden US-Dollar (188 Mrd. Euro) an Steuereinnahmen, weil reiche Personen und Unternehmen Vermögen ins Ausland transferieren. Die Weltbank schätzt sogar, dass jährlich bis zu 1,6 Billionen Dollar illegal über die Grenzen hinweggeschoben werden.

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