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Österreich setzt intellektuelles Potenzial zu wenig um

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07.02.2012 | 12:33

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Österreich setzt intellektuelles Potenzial zu wenig um

Innvoation. Zurückfallen in Etappen: Österreich ist laut EU-Innovationsanzeiger 2011 auf Platz acht zurückgefallen. Bereits das Dritte minus in drei Jahren. Beim intellektuellen Kapital ist die Alpenrepublik auf Rang vier.

Colourbox

Wien. Noch vor zwei Jahren war es der sechste Platz und 2010 Rang sieben. Spitzenreiter unter den 27 EU-Staaten ist wie in den vergangenen Jahren Schweden, Schlusslicht Lettland. Noch besser als Schweden liegt das Nicht-EU-Land Schweiz mit 0,833 Punkten.

Der EU-Durchschnitt beim Innovationsanzeiger aller 27 Staaten lag bei 0,539 Punkten. Schweden kam auf 0,755 Punkte, gefolgt von Dänemark (0,724), Deutschland (0,700), Finnland (0,691), Belgien (0,621), Großbritannien (0,620), den Niederlanden (0,596) sowie Österreich und Luxemburg (je 0,595).
Dahinter folgen Irland (0,582), Frankreich (0,558), Slowenien (0,521), Zypern (0,509), Estland (0,496), Italien (0,441), Portugal (0,438), Tschechien (0,436), Spanien (0,406), Ungarn 0,352), Griechenland (0,343), Malta (0,340), der Slowakei (0,305) und Polen (0,296). Das Schlussquartett bilden Rumänien (0,263), Litauen (0,255), Bulgarien (0,239) sowie mit der roten Laterne Lettland (0,230).

Tuchfühlung zum Stockerl

In den Einzelpunkten der Innovationswertung, die unter anderem Bereiche wie Humankapital, Forschungssysteme, Investitionen oder wirtschaftliche Auswirkungen umfasst, liegt Österreich bei der Rubrik "intellektuelles Kapital" mit 0,773 Punkten an vierter Stelle. Hier führt Dänemark mit 0,845 Punkten vor Schweden (0,799) und Dänemark (0,790). Auch hier liegt die Schweiz außer EU-Konkurrenz mit 0,948 Punkten deutlich an oberster Stelle.

Laut den von der EU-Kommission am Dienstag vorgelegten Daten zeigten sich im Vergleich zu 2010 für beinahe alle Staaten verbesserte Innovationsleistungen. Der Anstieg der Innovationsleistung habe sich jedoch verlangsamt und der EU gelinge es nicht, den weiterhin bestehenden Rückstand zu den globalen Innovationsführern USA, Japan und Südkorea zu verringern.

Den größten Rückstand verzeichne die EU-27 weiterhin im Bereich Innovation des privaten Sektors. Hingegen bleibe der klare Vorsprung der EU vor den Schwellenländern China, Brasilien, Indien, Russland und Südafrika erhalten. China verbessert allerdings seine Innovationsleistung und holt zunehmend auf.

Europa hat Lernbedarf

EU-Industriekommissar Antonio Tajani sieht in den Ergebnissen 2011 ein "deutliches Warnsignal dafür, dass wir mehr Anstrengungen zur Förderung der Innovation unternehmen müssen". Erfolgreiche Firmengründungen in anderen Weltregionen zeigten, dass Europa immer noch Lernbedarf habe.

EU-Forschungskommissarin Maire Geoghegan-Quinn forderte ausgewogene nationale Systeme für Forschung und Innovation, die innovationsfördernde Rahmenbedingungen für die Unternehmen schaffen.

Die Daten des Leistungsanzeigers belegten auch einen Rückstand zu den USA im Bereich Spitzenforschung. "Wir brauchen dringend einen Europäischen Forschungsraum, mit dem ein stärkerer Wettbewerb angeregt, Spitzenleistungen erbracht und den herausragendsten Forschungstalenten weltweit attraktive Bedingungen nachhaltig geboten werden können".

Österreich „nur" Innovationsfolger

Der Innovationsanzeiger unterscheidet vier Ländergruppen: Die "Innovationsführer" - Schweden, Dänemark, Deutschland und Finnland. Die "Innovationsfolger "Belgien, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Luxemburg, Irland, Frankreich, Slowenien, Zypern und Estland. Die Leistung dieser Länder liegt nahe am Durchschnitt der EU-27.

"Mäßige Innovatoren": Italien, Portugal, die Tschechische Republik, Spanien, Ungarn, Griechenland, Malta, Slowakei und Polen - ihre Leistung liegt unterhalb des EU-27-Durchschnitts. "Bescheidene Innovatoren": Rumänien, Litauen, Bulgarien und Lettland.

(APA)

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