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Österreicher müssen drei Tage länger für den Staat arbeiten

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von Christian Kreuzer | 07.06.2011 | 07:57

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Österreicher müssen drei Tage länger für den Staat arbeiten

Österreich liegt bei Steuern im internationalen Vergleich zurück. In den USA, in der Schweiz und in Osteuropa wird kürzer gearbeitet, um den Staat zu finanzieren.

APA

Finanzministerin Maria Fekter

Herr und Frau Österreicher müssen heuer um drei Tage länger arbeiten, um den Staat zu finanzieren. War vergangenes Jahr der "Tax Freedom Day" (der Tag, ab dem für das eigene Portemonnaie gearbeitet wird) noch der 28. Juli, so ist es dieses Jahr der 31. Juli. Berechnet wurde der Tag auf Basis des sogenannten Volkseinkommens, das Abschreibungen und Produktionsabgaben vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) abzieht. Nimmt man das BIP als Basis, so ist der "Tax Freedom Day" bereits am 2. Juni gewesen.

Egal, welche Methode herangezogen wird, Österreich reiht sich im internationalen Vergleich weit hinten ein, wie das Austrian Economics Center und das Beratungsunternehmen PwC hervorstreichen. In den USA müssen die Menschen nur bis zum 12. April (auf Basis des Volkseinkommens) arbeiten, um den Staat zu finanzieren, in Bulgarien ist es der 4. Mai und im Nachbarstaat Deutschland die zweite Juliwoche (hier sind die Berechnungen noch nicht abgeschlossen).

Steuervereinfachung

Barbara Kolm, Präsidentin des Austrian Economics Center, befürchtet durch die Ausweitung des Schuldenberges, dass sich der Steuerzahltag in den kommenden Jahren weiter nach hinten schiebt. "In den Budgetgesprächen wurde eine Staatsverschuldung von 75 Prozent für das Jahr 2013 und 74,4 Prozent für 2015 genannt. Das sind gefährliche Ziffern, die den Steuerzahlertag in den August verschieben werden", so Kolm. Den Höchststand erreichte der "Tax Freedom Day" im Jahr 2001, als die Österreicher bis zum 22. August (Basis Volkseinkommen) oder 13. Juni (Basis BIP) arbeiten mussten.

Um das zu verhindern, wollen Kolm und Friedrich Rödler, Senior Partner bei PwC, das Steuersystem radikal vereinfachen, um Österreich auch im Wettbewerb mit anderen Staaten fit zu machen. Rödler schlägt sogenannte "Smart Taxes" vor, die leicht einzuheben sind und auch nicht umgangen werden können. Rödler kann sich dabei die Wiedereinführung der Erb-und Schenkungssteuer vorstellen, auch die Erhöhung der Grundsteuer ist für ihn denkbar. "Gleichzeitig muss aber der Faktor Arbeit entlastet werden", sagt der Experte.

 Für die Lohnsteuer muss der Durchschnittsösterreicher 38 Tage arbeiten Nur für die Umsatzsteuer ist der Aufwand höher (40 Tage). Bei der Mehrwertsteuer sollte aber auch angesetzt werden, damit die Steuer auch zur Gänze vom Fiskus eingenommen werden kann. Denn laut Studie entgehen dem österreichischen Staat zwölf Prozent durch Schwarzarbeit und anderen Umsatzsteuerbetrug. "Würde man das um die Hälfte reduzieren, hätte die Finanzministerin rund eine Milliarde €mehr", rechnet PwC-Partner Rödler vor.

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1 Kommentar

Problem Staatsausgaben!

Diese Staatlichkeit hat sich für 2011 ja schon 152.091 Mio. Euro an gesamten Staatsausgaben genehmigt. Das sind schon irre 42.000.- Euro pro Haushalt, welcher zu einem immer kleineren Teil bei den Menschen ankommt und zum überwiegenden Teil keinen volkswirtschaftlichen Nutzen hat.

Die Selbstbedienung der Parteibonzen und die Finanzierung deren Machtbereiche hat einen gewaltigen Schaden über Österreich gebracht.

Die Entwicklung der Staatsausgaben:
2011: 152.091 = 404 %
2005: 121.934 = 321 %
2000: 107.830 = 284 %
1995: 98.188 = 259 %
1990: 70.139 = 185 %
1985: 54.848 = 145 %
1980: 37.905 = 100 %

Periode 1-4/11:
Staatsausgaben:.....23.872 Mio. Euro
Staatseinnahmen:....17.237 Mio. Euro (+9,8%!)
Defizit 4 Monate:........6.635 Mio. Euro

Das ist nur aus der Sicht der Bundes, die Länder, Gemeinden und die ausgegliederten Berieche kommen noch dazu!

Zum Kotzen!

Von Gast: Gast: ET am 07.06.2011 um 08:29

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