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Novomatic Group: Zwei Milliarden Spielgeld stehen in der Rekordbilanz

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von Hans Pleininger | 25.04.2008 | 09:41

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Novomatic Group: Zwei Milliarden Spielgeld stehen in der Rekordbilanz

Novomatic wurde mit seiner Zwei-Säulen-Strategie Europameister. Der High-tech Gaming-Equipment-Produzent und Spielbanken-Betreiber legt im Mai eine Rekordbilanz.

WB/Mayr

Novomatic Vorstands-Chel Franz Wohlfahrt: "Wer unsere Expansionsgeschwindigkeit kennt, weiß, wir arbeiten effizient daran, auch weltweit die Nummer eins zu werden"

Kennzahlen

10.400 Mitarbeiter
Umsatz (Gruppe): 2,1 Mrd. Euro
Mitarbeiter: 10.400
davon in Österreich: 2.100
Exportquote: 97%
Firmensitz: Gumpoldskirchen

Ausblick

300 Millionen € Cash für das weltweite Novomatic-Wachstum
Seit Gründung gehört die Novomatic Group of Companies von Johann F. Graf zu den Pionieren der internationalen Glücksspielindustrie. In über 60 Ländern aktiv, hat das Unternehmen 2007 erstmals einen Umsatz jenseits der zwei Milliarden € erwirtschaftet. Dabei beruht der Erfolg auf zwei Hauptsegmenten: Dem Betreiben von 55.000 Spielautomaten in mehr als 700 Spielbanken und der Entwicklung und Produktion von Spielautomaten.
Die Entscheidung, mehrere 10.000 Automaten für den deutschen Markt nicht mehr wie branchenüblich zu verkaufen, sondern zu vermieten, hat für Aufregung bei Hauptkonkurrenten Gauselmann gesorgt.

Heuer investiert Novomatic 90 Millionen € in die Forschungs- und Entwicklungszentrale in Gumpolds kirchen. Der global aufgestellte Konzern will 2008 um die 300 Millionen € für die weitere Expansion aufwenden - doppelt so viel wie im Vorjahr.

Der Erfolg gründet sich auch auf die systematische Akquisition strategischer Partner mit wertvollem Know-how, z.B. im Bereich der Spielautomatentechnik. Denn Novomatic ist bekanntlich in allen Bereichen des Glücksspiels tätig: Spielbankmanagement, Sportwetten, Onlinesysteme, sowie die Entwicklung und Produktion von Hightech-Spieltechnologie.

Zitiert

Wer wird Europameister?

1. Deutschland 2. Italien 3. Spanien

"Österreich gegen Kroatien" - das wäre ein EM-Finale ganz nach dem Geschmack von Novomatic-Kapitän Franz Wohlfahrt. Mit der Mannschaft seines Herzens, Österreich, und seines spielerischen Lieblingsteams Kroatien, würden zwei Außenseiter aufeinander treffen, bei denen die Buchmacher jubeln. Ihnen würde bei den Wetteinsätzen mehr hängen bleiben, als wenn die großen EM-Favoriten Spiel für Spiel gewinnen - wie es wahrscheinlich der Fall sein wird.

Novomatic wird in seinen rund 150 österreichweiten Wettcafes alle Spiele übertragen. Aber auch in einigen Public Viewing Zonen mit eigenen Wettständen vertreten sein. "Erfahrungsgemäß bringt die Euro in diesem Monat um 25 Prozent mehr Umsatz", sagt Wohlfahrt.

Doch das Wettgeschäft ist für den Novomatic-Chef nur ein Teil des Konzernerfolgs: "Wir bauen auf eine duale Struktur." Neben dem Betreiben von Spielbanken, Automatencasinos und Sportwetten, ist Novomatic ein High tech-Entwickler und Produzent von Gaming-Equipment.

80.000 Spielautomaten wurden im Vorjahr in der Konzernzentrale Gumpoldskirchen und den Werken in Deutschland, Tschechien und England erzeugt. "Heuer werden wir die 100.000 überschreiten," zeigt Wohlfahrt die Dynamik des zweimaligen Austrias Leading Companies-Siegers auf.

Auf durchschnittliche 20 bis 30 Prozent Wachstum hat sich der von Johann Graf 1980 gegründete Konzern die vergangenen Jahre eingestellt. Mit 2,1 Milliarden € Konzernumsatz ist Novomatic in der Branche klarer Europameister. Der Umsatz freut den Chef, "aber für uns zählt das EGT und das wird heuer sehr gut." Im Mai präsentiert Wohlfahrt die Rekord-Bilanz.

Aber das reicht den Gumpoldskirchnern mit mittlerweile 10.400 Mitarbeitern nicht: Novomatic will auch Weltmeister werden. Als integrierter Gaming-Konzern seien Vergleiche zwar schwierig, aber darstellbar: Derzeit rittert Novomatic mit einen australischen Konkurrenten um den zweiten Platz. Die Nummer eins aus Amerika ist laut Wohlfahrt aber noch ein großes Stück entfernt: "Wer jedoch unsere Expansionsgeschwindigkeit kennt, weiß, wir arbeiten effizient daran, sie zu erreichen.

Neue Jobs, neues Glück

Eine neue Weiche wird gerade in der Forschungs- und Entwicklungzentrale in Gumpoldskirchen gestellt, wo um 90 Millionen € ein neuer Industriebau hochgezogen wird. "Die Bagger fahren schon," betont Wohlfahrt, dass Novomatic auch hier schnell ist: Die Produktion soll Ende des Jahres laufen. Alles komplett fertig soll im September 2009 sein.

Dann arbeiten im Novomatic Headquarter 800 Leute - um etwa 150 mehr, als jetzt. Insgesamt beschäftigt der Glücksspielkonzern in Österreich derzeit 2100 Mitarbeiter. Exportquote: 97 Prozent.

Wer wird Europameister? 1. Deutschland 2. Italien 3. Spanien

Haben Sie eine Lieblingsmannschaft? Kroatien und Österreich

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