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von Barbara Schumy | 01.09.2008 | 18:01

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Schneller, höher und innovativer

Kaum ein Tag vergeht, an dem im Arabischen Emirat Dubai nicht ein neues Mega-Projekt gelauncht wird. Doch zwei angekündigte Bauvorhaben könnten alldie anderen in den Schatten stellen: Die „Pyramiden-Stadt" und der „Drehende Wolkenkratzer" sind in vielerlei Hinsicht Innovationen, die die Welt noch nie gesehen hat - und unter Umständen auch nie sehen wird.

timelinks

Das "Ziggurat-Projekt" soll alle bisherigen Bauten in Dubai an Innovation übertrumpfen

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beigestellt

Der "Rotating Tower" in Dubai soll der Protoyp einer "Dynamischen Architektur" werden

An gigantischen Projekten mangelt es in Dubai sicher nicht: Am höchsten Wolkenkratzer oder am größten Vergnügungspark der Welt wird längst gebaut. Ein Rekord jagt in der Boomstadt den nächsten. Fertig gestellt werden die Projekte - von Luxushotels über Wolkenkratzer bis hin zu ganzen Stadtteilen mitten in der Wüste - in den meisten Fällen ebenfalls, wenn auch mit Monaten Verzug. Zwei Projekte, die kürzlich angekündigt wurden, dürften aber alles bisherige übertreffen: Das "Ziggurat-Projekt", ein pyramidenförmiges Mega-Bau, sowie der weltweit erste sich selbst drehende Wolkenkratzer („Rotating Tower"). Innovativ sind bei beiden Bauvorhaben nicht nur aufgrund ihrer außergewöhnlichen Architektur und ihrer futuristischen Konzepte, sondern auch wegen ihrer okölogischen Aspekte. „Green Building", also energieeffizientes und umweltfreundliches Bauen, ist ein Thema, das in den Vereinigten Arabischen Emiraten erst kürzlich entdeckt wurde. Keine Frage, dass die Projekte sowohl in Dubai wie auch in Abu Dhabi dafür umso spektakulärer sein müssen.

Grüne Pyramiden-Stadt in der Wüste


Zwar werden Details erst Anfang Oktober 2008 auf der Dubai International Exhibition bekannt gegeben. Aber bei der ersten Präsentation des "Ziggurat-Projekts", entwickelt von dem in Dubai ansässigen Unternehmen Timelinks, wurde u.a. angekündigt, dass die „Pyramiden-Stadt" mit einer Höhe von 1,2 Kilometer ein Areal von mehr als zwei Quadratkilometer umfassen wird. Im pyramidenförmigen Gebäude werden mehr als eine Million Menschen angesiedelt, die sich ausschließlich mit den dort zur Verfügung gestellten Transportmitteln bewegen. Autos sind aus der Stadt verbannt und durch ein horizontales und vertikales Verkehrsnetzwerk ersetzt. Besucher werden übrigens nur eingelassen, nachdem sie sich biometrisch identifiziert haben (Scannen der Gesichter bzw. der Fingerabdrücke). Die "Pyramiden-Stadt" soll energie-autark sein und sich u.a. durch an den Außenseiten angebrachte Solarpaneelen sowie Wind- und Dampfturbinen im Gebäude selbst versorgen. Mittels ausgeklügelten System soll selbst Regen zur Bewässerung der geplanten Anbauflächen und Parkanlagen möglich sein und somit auch ein eigenes Ökosystem entstehen. Laut Ridas Matonis, Managing Direcor von Timelinks, wird "Ziggurat" 90 Prozent weniger Engergie verbrauchen als jede andere Stadt mit vergleichbarer Einwohnerzahl. „Timelinks hat außerdem das Design wie auch die Technologien, die in diesem Projekt vorgesehen sind, patentieren lassen." Bekannte Wissenschaftler aus der EU sollen laut Matonis bei der technischen Umsetzung behilflich sein. Die Baukosten dieses Projektes im Emirat Dubai sind unbekannt. Keine Information gibt es derzeit auch über den genauen Standort.

Dynamischer Tower

Dieser bei einem Bauprojekt nicht unwesentlicher Faktor trifft auch auf ein zweites Vorhaben in Dubai zu: Dem Bau eines drehenden Wolkenkratzers. Der „Rotating Tower", geplant vom italienischen Architekten David Fisher, soll ebenfalls ein „Öko-Wunder" sein. Dabei soll dieser Wolkenkratzer, dessen Stockwerke sich aufgrund einer speziellen Konstruktion unabhängig voneinander drehen, nicht nur mittels Windturbinen und Solarzellen selbst seine Energie erzeugen, sondern den Energieüberschuß ins kommunale Stromnetz einspeißen. Der Turm selbst, der für Fisher der Prototyp einer „dynamischen Architektur" werden wird, soll über 400 Meter hoch sein und rund 350 Millionen US-Dollar kosten. Das voneinander unabhängige Drehen der einzelnen 68 Etagen um einen Gebäudekern aus Beton und Stahl soll per Knopfdruck möglich sein. Erstmals in der Geschichte des Hochhausbaus will Fisher den Tower, der bis 2010 fertiggestellt werden soll, nicht vor Ort zu errichten. Gebäudeteile werden in Fabriken vorproduziert und auf dem - derzeit nicht bekannten - Standort nur mehr zusammengebaut. Fisher, der seine „Rotating Tower" auch in anderen Weltstädten wie New York und Tokio errichten will, verhandelt derzeit noch mit lokalen Projektpartnern in Dubai.

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