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Kohle für Kreative

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von Barbara Schumy | 16.09.2008 | 09:57

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Kohle für Kreative

Die Junge Wirtschaft startet eine Initiative für Österreichs Kreative. U.a. soll ein eigener Fonds geschaffen werden, der mit einer Milliarde Euro dotiert ist.

beigestellt

Gottfried Haber, Studienautor, und Harry Gatterer (li.), Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft präsentieren Studie über die Lage der Sektors Kreativwirtschaft

Geld ist bekanntlich nicht alles, aber unbedingt notwendig, um den Wirtschaftsmotor Kreativwirtschaft in Österreich auf Hochtouren zu bringen. Dies meinen Vertreter der Jungen Wirtschaft, die kürzlich einen Forderungskatalog präsentierten. Ziel ist, durch konkrete Maßnahmen das langfristige Wachstum des Wirtschaftssektors zu gewähren. Die „Standortinitiative Kreativität" beinhaltet vier zentrale Punkte: Um die in der Kreativwirtschaft Tätigen (also von Architekten, Designer über Multimedia-Spezialisten und Entwicklern bis hin zu Werbern und Filmproduzenten) zu unterstützen, fordert die Junge Wirtschaft einen neuen und eigenen Geldtopf: Mit der Schaffung eines mit einer Milliarde Euro dotierten Venture Capital Fonds soll der Wirtschaftsstandort gestärkt und noch konkurrenzfähiger werden. Die anderen drei Forderungen beziehen sich auf Weiterbildungsmaßnahmen und den Ausbau der IKT-Infrastruktur in Österreich. In Zukunft soll auch bei der Bonitätsbewertung von Unternehmensfinanzierungen die Kreativität berücksichtigt werden. „Wir entwickeln daher gerade ein Tool zur Berechnung der Unternehmenskreativität, das ein Ergebnis für den Kreativitätsgrad des Unternehmens liefert. Der so ermittelte Kreativitätsgrad soll bei den Finanzierungsüberlegungen und beim Rating von Unternehmen durch Banken zum Einsatz kommen", sagt Harry Gatterer, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft.

Kreativität bringt´s

Ausgangspunkt für die Offensive ist eine Studie über den Kreativitätsgrad der österreichischen Wirtschaft, in der u.a. aufgezeigt wird, dass besonders in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Bio- und Humantechnologie, Ökologie, Tourismus und Lebensqualität sowie Lebensmittelproduktion und -technologie Kreative beste Chancen haben und noch bessere hätten. „Würde der Grad an Kreativität im Jahr 2008 im Durchschnitt aller Branchen um zehn Prozent angehoben werden, dann würde sich die Wirtschaftsleistung, also das nominelle BIP, von für das Jahr 2030 nach bisherigen Berechnungen prognostizierten knapp 600 Milliarden Euro auf etwa 680 Milliarden Euro erhöhen", sagt Studienautor Gottfried Haber.

In der Studie wurde auch deutlich, welchen ökonomischen Stellenwert Kreativität hat.  Vor allem in der Tourismus-Branche wird Kreativität von fast ein Drittel der Befragten Unternehmer als "wesentlicher Produktionsfaktor" gesehen. Auch in der Industrie wird Kreativität von 22 Prozent der Befragten als wichtiger Produktionsfaktor angesehen.

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