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Von Kunststoff, Kreislauf und Kohle

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von Barbara Schumy | 30.01.2009 | 16:30

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Von Kunststoff, Kreislauf und Kohle

Mit Innovationen im Bereich des Kunststoffrecyclings hat sich eine österreichische Firma mittlerweile weltweit einen Namen verschafft. Über mangelnder Nachfrage kann sich NGR Next Generation Recyclingmaschinen GmbH mit Sitz in Feldkirchen/Donau in Zukunft jedenfalls nicht beklagen.

beigestellt

Im neuen Werk von NGR wird u.a. im Testcenter das Recycling "schwieriger" Materialien vorgenommen

Öko ist chic, das haben mittlerweile die meisten Industrieländer erkannt. Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien oder Recycling ist für Unternehmen ein heißes Thema. Auch Firmen, die sich auf Technologien im Bereich Erneuerbare Energien spezialisiert haben, scheinen sich - trotz oder gerade wegen der derzeiten Wirtschaftslage - gut behaupten zu könnnen. Besonders österreichische Unternehmen (wie z.B. Greenonetech oder Technoplast) gelten in diesen Bereichen als weltweit führend und haben einiges an innovativen Technologien und Know How vorzuweisen.


Auch das erst 1996 gegründete und in Feldkirchen/Donau angesiedelte Unternehmen NGR, kurz für Next Generation Recyclingmaschinen GmbH, setzte auf eine Nische, nämlich der Herstellung von Recyclingmaschinen für postindustrielle Thermoplaste. Nun scheint dieser Industriesektor aber regelrecht zu florieren. 14,4 Millionen Euro konnte NGR im Geschäftsjahr 2007/2008 (von 1. Mai bis 30. April) mit seinen Produkten und Services umsetzen. In den vergangenen Jahren wurden bei NGR Millionen Euro in das Unternehmen investiert, zuletzt in das neue Werk im Gewerbepark von Feldkirchen/Donau, das erst kürzlich in Betrieb genommen wurde. Im 20.000 Quadratmeter umfassenden Neubau ist u.a. die Entwicklung, das Hauptersatzteillager, die Montage sowie ein Testcenter, wo das Recyceln bestimmter „schwieriger" Materialien vorgeführt wird, untergebracht. Seit Inbetriebnahme läuft das Produktionswerk 24 Stunden am Tag und ohne Stillstand.

Kunststoff-Abfälle werden hochwertige Rohstoffe

"Unser Unternehmensziel ist es, dafür zu sorgen, dass Kunststoff-Abfälle aus der Industrie so schnell wie möglich als hochwertiger Grundstoff in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden", sagt Josef Hochreiter, seit wenigen Wochen neuer NGR-Geschäftsführer, der nach der Eigentümerumstrukturierung bei NGR sowie der Aufstockung des Eigenkapitals nun auf Expansion setzt.

"Unsere neue Eigentümerstruktur sowie die Zuführung von Kapital in unser Unternehmen ermöglicht uns nun, neue Entwicklungen voranzutreiben und auch Aktivitäten auf weiteren interessanten Märkten zu setzen", sagt Hochreiter. Bereits jetzt ist NGR mit einem Tochterunternehmen in den USA vertreten. Die Vertriebsaktivitäten sollen in den GUS-Staaten, im Baltikum, in Südamerika intensiviert werden. Auch in Asien plant NGR in Zukunft stärker präsent zu sein. Derzeit sind 50 Mitarbeiter bei NGR beschäftigt.

Bereits jetzt gilt NGR als einer der führenden Technologiebetrieb im Bereich der Wiederverarbeitung von Thermoplasten und industriellen Kunststoffabfällen. Ziel von NRG ist es jetzt „kontinuierlich weiter zu wachsen" und heuer einen Gesamtumsatz von 15 Millionen Euro zu erzielen.

 

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