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Dialog-backdrop Norwegen geht das Öl ausDie Erdölproduktion des skandinavischen Staates ist innerhalb eines Jahrzehnts trotz intensiver Exploration um 40 Prozent gesunken und ist weiterhin stark rückläufig. Norwegen steht möglicherweise bereits in wenigen Jahren am Ende des seit den 1970er Jahren dauernden Öl-Booms. Laut einem Bericht des norwegischen Rundfunks NRK vom Montag ist die Produktion von Erdöl im Nordatlantik innerhalb der vergangenen zehn Jahre um 40 Prozent zurückgegangen. Heuer dürfte die Fördermenge von Erdgas jene von Erdöl erstmals übersteigen. Expertern warnen zudem davor, dass fortgesetzt niedrige Gaspreise ein Riesenloch in das aktuelle und in die kommenden Staatsbudgets reißen könnten. Vergangene Woche hatte Energieminister Terje Riis-Johansen die Parole ausgegeben, Norwegen müsse "noch für lange Zeit ein bedeutender Lieferant von Erdöl und Erdgas auf dem Weltmarkt bleiben". Die von der Ölindustrie geforderte Erschließung neuer Ölquellen im Nordatlantik und in arktischen Gewässern Norwegens war schon vergangenes Jahr ein zentrales Thema im norwegischen Wahlkampf. Unter anderem ging es um vermutete Ölvorkommen in der Nähe der Lofoten-Inseln, einem der beliebtesten Touristenziele in Norwegen. Die Frage ist innerhalb der rot-grünen Koalition von Ministerpräsident Jens Stoltenberg immer noch ein heikles Thema. Die Einkünfte aus der Ölindustrie werden in einem weltweit einzigartigen Staatsfonds verwaltet und sind die finanzielle Grundlage für das gesamte Wohlfahrts- und Pensionssystem des skandinavischen Landes. Auch in der Rangliste der größten Erdölförderer ist Norwegen in den letzten Jahren abgerutscht. Laut Daten der Geologischen Bundesanstalt belegt Norwegen im Jahr 2009 unter den größten Ölförderländern der Welt den elften Rang. mehr Dossiers…
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