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Norwegen geht das Öl aus

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von APA/ekh | 30.08.2010 | 12:01

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Norwegen geht das Öl aus

Die Erdölproduktion des skandinavischen Staates ist innerhalb eines Jahrzehnts trotz intensiver Exploration um 40 Prozent gesunken und ist weiterhin stark rückläufig.

EPA

Norwegen steht möglicherweise bereits in wenigen Jahren am Ende des seit den 1970er Jahren dauernden Öl-Booms. Laut einem Bericht des norwegischen Rundfunks NRK vom Montag ist die Produktion von Erdöl im Nordatlantik innerhalb der vergangenen zehn Jahre um 40 Prozent zurückgegangen. Heuer dürfte die Fördermenge von Erdgas jene von Erdöl erstmals übersteigen. Expertern warnen zudem davor, dass fortgesetzt niedrige Gaspreise ein Riesenloch in das aktuelle und in die kommenden Staatsbudgets reißen könnten.

Vergangene Woche hatte Energieminister Terje Riis-Johansen die Parole ausgegeben, Norwegen müsse "noch für lange Zeit ein bedeutender Lieferant von Erdöl und Erdgas auf dem Weltmarkt bleiben". Die von der Ölindustrie geforderte Erschließung neuer Ölquellen im Nordatlantik und in arktischen Gewässern Norwegens war schon vergangenes Jahr ein zentrales Thema im norwegischen Wahlkampf.

Unter anderem ging es um vermutete Ölvorkommen in der Nähe der Lofoten-Inseln, einem der beliebtesten Touristenziele in Norwegen. Die Frage ist innerhalb der rot-grünen Koalition von Ministerpräsident Jens Stoltenberg immer noch ein heikles Thema.

Die Einkünfte aus der Ölindustrie werden in einem weltweit einzigartigen Staatsfonds verwaltet und sind die finanzielle Grundlage für das gesamte Wohlfahrts- und Pensionssystem des skandinavischen Landes.

Auch in der Rangliste der größten Erdölförderer ist Norwegen in den letzten Jahren abgerutscht. Laut Daten der Geologischen Bundesanstalt belegt Norwegen im Jahr 2009 unter den größten Ölförderländern der Welt den elften Rang.
An der Spitze hat Russland im Jahr 2009 Saudi Arabien als größten Produzenten abgelöst. Die USA sind zwar der drittgrößte Erdölförderer, gleichzeitig aber auch der größte Importeuer des "Schwarzen Goldes".
Auf den Plätzen folgen China, das in den letzten Jahren die Produktion deutlich ausgeweitet hat sowie Iran, auf Rang fünf. Dabei führen manche Statistiken allerdings die beiden Länder in umgekehrter Reihenfolge. Ebenso verhält es sich mit Mexiko und Kanada auf den Rängen sechs und sieben.
Irak sowie Venezuela und Abu Dhabi komplettieren die Liste der Top 10 Förderländer 2009.

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