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Dialog-backdrop Pellets bekommen europaweite QualitätsnormenDie europäische Pelletindustrie wird demnächst über einheitliche europäische Qualitätsnormen für ihre Produkte verfügen. Bis 2020 wird eine Verzehnfachung des Bedarfs in Europa erwartet. Wie der Chef des Dachverbands "European Pellets Council", der Österreicher Christian Rakos, am Mittwoch sagte, steht das neue Zertifizierungssystem mit dem Namen "EN Plus" vor der Einführung. Es soll im nächsten Jahr in zahlreichen Ländern erhältlich sein und neben Qualitäts- auch Nachhaltigkeitskriterien ausweisen, etwa die Zertifizierung des Waldes und faire Handelsbedingungen. Kohlekraftwerke mit Pellets befeuert Rakos erwartet, dass sich der Pelletbedarf in Europa von derzeit geschätzten 10 Millionen Tonnen auf 100 Millionen Tonnen im Jahr 2020 erhöht. Derzeit steige vor allem die Nachfrage am Strommarkt, so würden Belgien, die Niederlande und Großbritannien Kohlekraftwerke mit Pellets befeuern. Mit der zu erwartenden Verteuerung von Öl werde aber auch der Wärmemarkt nachziehen, der für Österreich wichtiger ist, sagte Rakos. Österreich in der Spitze Mit einer Wachstumsrate von 30 Prozent liegt Österreich nach Angaben des nationalen Verbands "proPellets Austria" an der Spitze hinter Deutschland und Italien. Der Pellets-Verbrauch pro Kopf ist demnach in Österreich hinter Schweden der höchste. Auch bei Pelletkesseln habe Österreich weltweit Technologieführerschaft, 70 Prozent gehen nach Angaben von Rakos in den Export. Kritik an träger Politik Dennoch werde der Bereich Öko-Wärme von der Politik in Österreich und vielen anderen Ländern "stiefmütterlich" behandelt, kritisierte der Geschäftsführer von "proPellets Austria". Förderungen gebe es in Österreich dafür zur Zeit nur auf Länderebene, aus budgetären Gründen würden diese zurückgefahren, sagte Rakos. Der Marktanteil von Pellets-Heizungen stagniere in Österreich bei etwa 10 Prozent, dabei gebe es mit etwa 400.000 Ölheizungen, die älter als 15 Jahre sind, ein gigantisches Marktpotenzial. Generell fehle im Wirtschaftsministerium ein offensiver Zugang bei erneuerbarer Wärmeenergie, Probleme gebe es auch bei gewerblichen Genehmigungen, so Rakos. (APA) mehr Dossiers…
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