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Dialog-backdrop Online-Depots: Wenn Hacker Aktien stehlenInternet-Kriminelle haben ein lukratives Geschäft entdeckt: Nach Online-Bankkonten knacken die gewieften Hacker immer öfter Online-Aktiendepots von Anlegern. FactsIT-Experten Wüest und Schwaiger warnen vor gewieften Hackern„Hacking eines Online-Aktiendepots ist nichts anderes als die Weiterführung der Angriffe auf Online-Bankkonten. Die Angreifer haben sich einfach überlegt, wo es sonst noch Geld zu holen gibt“,
sagt Candid Wüest vom Sicherheitssoftware-Entwickler Symantec. „Die Sicherheitsmerkmale sind ähnlich, bei Online-Aktiendepots sind sie meist sogar schlechter.“ „Es ist ein neues Phänomen, und wie immer bei neuen Phänomenen ist die Lernkurve bei Banken und Brokern noch nicht so weit“, sagt IT-Detektiv Markus Schwaiger. „Die Depotbetreiber warten, bis etwas passiert.“ Laut Schwaiger hätten sie schon „ihre Hintern bewegen müssen“, als die Hacker vor Jahren bei den Banken einbrachen. Jetzt sei das Problem da. Schwaiger: „In einem Aktiendepot liegt meist mehr Vermögen als auf einem Bankkonto.“ Modus operandi Hat der Angreifer einen PC unter anderem mit einem Trojaner infiziert, kann er die Einwahl in das Online-Depot samt Passwörter abschöpfen. „Hat er die Finger im Account, kann er die großen Stock Exchanges durchführen“, sagt Wüest. Der Hacker verkauft die Aktien des Opfers und kauft und manipuliert die Kurse unscheinbarer Penny Stocks. „Das macht er von zehn oder zwanzig Accounts aus“, weiß Wüest. „Es lässt sich schnell viel Geld machen. Sobald die Aktien zwei-, dreihundert Prozent gewonnen hat, stößt sie der Täter ab.“ Schwaiger: „Es werden die gleichen Täter sein, die sich schon mit Aktien-Spams eine goldene Nase verdient haben.“ Stellen Sie sich vor: Sie loggen sich wieder einmal in Ihr Online-Aktiendepot ein, doch statt Ihrer Blue Chips finden Sie nur noch irgendwelche Penny Stocks von Gesellschaften, von denen Sie noch nie gehört haben. Diese Aktien erweisen sich als wertlos. Pump and Dump Manipulierte Märkte Nasdaq und New York Stock Exchange Arca kamen dem Russen aufgrund der Trading-Auffälligkeiten auf die Schliche. 60.000 Dollar Gewinn soll er realisiert haben. Weitere 441.000 Dollar Gewinn konnte er nicht mehr abschöpfen. Die betroffenen Brokerfirmen mussten den Kunden einen Schaden von 348.000 Dollar ersetzen. Der Fall Butko ist kein Einzelfall. Dem WirtschaftsBlatt liegen US-Akten mit ähnlichen Kriminalfällen vor. "Geschwinde" Inder
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