von Petra Spescha | 21.09.2011 | 17:48
Bene weiter tiefrot, aber Turnaround in Sicht
Volle Bücher und Umsatzzuwächse im Osten lassen Bene auf den Turnaround hoffen.
Bene-Vorstand Frank Wiegmann erwartet sich zum Jahresabschluss ein positives EBIT
Der von der Finanzkrise schwer gebeutelte heimische Büromöbelhersteller Bene steckt auch in den ersten sechs Monaten des heurigen Geschäftsjahres tief in den roten Zahlen. Angesichts des Umsatzzuwachses von 14,3 Prozent und des wieder positiven EBITDA könnte der Turnaround aber in greifbare Nähe rücken. Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich Bene-Vorstand Frank Wiegmann optimistischer als noch vor einigen Monaten. Zum Jahresende erwartet er eine „deutliche Erhöhung des Umsatzes und eine signifikante Verbesserung der Ertragssituation“ sowie ein positives EBIT. Dank „voller Pipelines“ sei ein Ende des Trends nicht abzusehen.
Zuwächse im Osten
Vor allem die rasanten Zuwächse im Osten sind es, die Wiegmann entspannt in die Zukunft blicken lassen. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 hat die Region Mittlerer Osten den Umsatz auf 2,9 Millionen € mehr als verdoppelt. Russland schaffte den Break-even und sei „als Markt voll wieder da“. Auch in Ungarn habe sich Bene „hervorragend geschlagen“, so Wiegmann. Der Bene-Chef schmiedet für die Region Asien/Pazifik bereits Expansionspläne: In vier bis fünf Jahren will er dort ein Werk eröffnen und die Endmontage der Möbel auslagern. Die Produktion soll aber weiterhin in Österreich bleiben und die Mitarbeiterzahl leicht steigen.
Druck in Österreich
Derweil will Wiegmann weiter eine defensive Investitionspolitik fahren. Ähnlich wie im ersten Halbjahr sollen auch in der zweiten Jahreshälfte rund drei Millionen € investiert werden, besonders in den „Vertrieb und den Aufbau der Märkte“. Wiegmann will die Auslastung der Werke erhöhen, aber dass man „im großen Stil Bagger fahren lassen“ werde, sei nicht geplant.
Der Umsatzrückgang von 16,2 Prozent auf 22,7 Millionen € am heimischen Markt sei ein „bewusster, gewollter, strategischer Schwenk“ gewesen, so Wiegmann. Seit Beginn des heurigen Geschäftsjahres fährt Bene in Österreich mit einer neuen Strategie, die eine stärkere Marktdurchdringung und eine Verbesserung der Margen bringen soll.
In der Ausstattung gehe der Trend zu Großraumbüros mit stark verdichteten Arbeitsplätzen sowie Kommunikations- und Ruheräumen.
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